Eingangsschild am Amtsgericht Kassel

Nach dem Fund einer Frauenleiche in Spangenberg ist ein Tatverdächtiger von den Niederlanden nach Deutschland überführt worden. Auf Anordnung des Haftrichters wurde der Mann in die Psychiatrie eingeliefert.

Der 24-Jährige Mitbewohner der getöteten Frau aus Spangenberg (Schwalm-Eder) ist am Freitag einem Haftrichter vorgeführt worden. Weil Umstände bekannt geworden seien, die auf eine psychische Erkrankung des Beschuldigten hindeuten, beantragte die Staatsanwaltschaft Kassel die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt. Dem gab der Richter statt. Nun sitzt der Mann in einer geschlossenen Psychiatrie.

Mitte März war eine 53-Jährige Frau tot in ihrer Wohnung im Spangenberger Stadtteil Mörshausen aufgefunden worden. Laut Polizei deuten die Umstände des Todes und die Todesursache auf ein Gewaltverbrechen hin. Durch Ermittlungen einer Mordkommission ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den 24-jährigen Mitbewohner des Opfers.

Mann hatte sich in die Niederlande geflüchtet

Der Mann war nach der Tat zunächst in die Niederlande geflüchtet. Mutmaßlich wegen des hohen Fahndungsdrucks stellte er sich wenige Tage später in Den Haag, wie die Polizei erklärte. Dort saß er bis zu seiner Überstellung nach Deutschland am Freitag in U-Haft.