Luftbild des Ortes Schuld nach dem Hochwasser (dpa)

Sie kommen mit Baggern, Stromaggregaten und Funkmasten: Hunderte hessische Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW sind in die Unwetter-Katastrophengebiete ausgerückt. Auch aus der Luft kommt dringend benötigte Hilfe angeflogen.

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Mehrere Tote, Dutzende Vermisste und eingestürzte Häuser: Das Unwetter mit Dauerregen hat vor allem die rheinland-pfälzische Region rund um die Eifel mit voller Wucht getroffen. Mehrere Orte wurden durch Überflutungen von der Außenwelt abgeschnitten. Menschen warten von Wassermassen eingeschlossen auf ihre Rettung. Viele von ihnen harren auf Hausdächern aus.

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Die Kolleginnen und Kollegen von tagesschau.de berichten in einem Liveblog über die aktuellen Entwicklungen in den besonders von den Unwettern betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

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Einsatz unter "widrigsten Bedingungen"

Die Hilfe aus der Luft kommt dabei unter anderem von der Feuerwehr Wiesbaden. Spezialkräfte der Höhenrettung flogen am Donnerstagvormittag in das Überschwemmungsgebiet, um bei Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen zu helfen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Höhenretter der Feuerwehr Wiesbaden
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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found THW-Helfer in Katastrophengebiet aufgebrochen

Luftbild des Ortes Schuld nach dem Hochwasser (dpa)
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Bereits am Mittwochabend machten sich einige Retter aus der hessischen Landeshauptstadt mit Hubschraubern der Polizeifliegerstaffel in das Katastrophengebiet auf. Im besonders betroffenen Landkreis Ahrweiler zwischen Koblenz und Bonn seien mehrere Menschen "unter teils widrigsten Bedingungen" gerettet worden, teilten die Einsatzkräfte mit. An Seilwinden am Hubschrauber hängend befreiten die Höhenretter die Eingeschlossenen aus Häusern, Autos oder auf Bäumen sitzend.

THW kommt mit schwerem Gerät

Auch das Technische Hilfswerk (THW) ist mit einem Großaufgebot aus Hessen ausgerückt. Einsatzkräfte aus Frankfurt sowie den Kreisen Main-Kinzig, Offenbach, Rheingau-Taunus, Limburg-Weilburg und Lahn-Dill bahnten sich in der Nacht und am Morgen ihren Weg in die Unwetter-Region. Insgesamt entsandte das THW aus Hessen und Rheinland-Pfalz rund 1.000 Einsatzkräfte in das Katastrophengebiet. Gefragt ist dort nach Angaben eines THW-Sprechers darüber hinaus vor allem schweres Gerät: Lastwagen mit großen Ladeflächen etwa für Sandsäcke wurden ebenso bereitgestellt wie Bagger zum Freischaufeln.

Mit Seilwinden ausgestattete Polizeihubschrauber aus BaWü, Bayern, Hessen und der Bundeswehr sind angefordert und zur Menschenrettung im Einsatz. #Ahrweiler #Ahr #Hochwasser #Starkregen

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Zudem transportierten die Rettungskräfte Notstromaggregate und einen 40 Meter hohen Funkmast in den teilweise von der Stromversorgung und dem Mobilfunknetz abgeschnittenen Landstrich. Bei den Unwettern im Norden von Rheinland-Pfalz sind bis zu 148 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, wie das Klimaschutzministerium in Mainz mitteilte.

Weitere 600 Helfer nach NRW

Auch der Süden Nordrhein-Westfalens ist stark betroffen. Nach einer Hilfsanfrage werden deshalb weitere 600 hessische Einsatzkräfte des Katastophenschutzes in die Bezirksregierung Köln entsendet, wie Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag zusicherte. "Jetzt müssen wir gemeinsam zusammenstehen, um den betroffenen Menschen so gut es geht zu helfen", sagte Beuth. Die Einheiten sollen die örtlichen Kräfte etwa mit Hochleistungspumpen und Wasserrückhaltesystemen unterstützen.

Hessen selbst kam weitgehend glimpflich davon, lediglich in Teilen Nordhessens kam es zu Überschwemmungen und Straßensperrungen.

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