Ein Feuerwehrmann löscht den Feldbrand bei Bischofsheim
Die Löscharbeiten waren gegen 21.30 Uhr abgeschlossen. Bild © Wiesbaden112.de

Die aktuellen Entwicklungen und Wissenswertes zur extremen Trockenheit finden Sie in unserem Ticker.

+++ Grillfeuer in Rüsselsheim gerät außer Kontrolle +++

Im Rüsselsheimer Ostpark ist am Samstagabend ein von Jugendlichen entzündet Grillfeuer außer Kontrolle geraten und hat eine Wiesenfläche in Größe eines Fußballfeldes in Brand gesetzt. Nach Angaben der Polizei konnte die Feuerwehr die Flammen löschen. Die Jugendlichen flüchteten. Nach ihnen wird nun gefahndet.

+++ Wetterdienst: Kein Regen in Sicht +++

Schlechte Nachrichten vor allem für die Pflanzenwelt. Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach ist mindestens bis Mittwoch nicht mit nennenswerten Niederschlägen zu rechnen. Und auch bis Ende kommender Woche wird es vermutlich trocken bleiben. "Es sieht derzeit nicht danach aus, als ob da viel kommt", sagte ein DWD Meteorologe am Samstag in Offenbach. Lediglich in der Nacht auf Sonntag könnte es ein wenig regnen - man beachte den Konjunktiv!

+++ Auch Vogelsbergkreis verbietet Wasserentnahme +++

Der Main-Taunus-Kreis hat es vorgemacht nun zieht auch der Vogelsbergkreis nach. Ab sofort ist auch dort die Wasserentnahme aus Bächen, Seen und Flüssen verboten. "Wir wollen damit unsere Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schaden bewahren", ließ Landrat Manfred Görig (SPD) verlautbaren. Im Vogelsberg führen nach Angaben des Kreises einige Gewässer nur noch sehr wenig Wasser und eine Änderung der Situation sei "im Moment nicht absehbar".

Die Kreisverwaltung in Lauterbach hatte wegen der Trockenheit bereits im vergangenen Sommer die Wasserentnahme verboten. Wer sich nicht an die Verfügung hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen.

FREITAG, 5. Juli

+++ Feld bei Bischofsheim entzündet sich selbst +++

Kaum war der Feldbrand in Hochheim gelöscht, musste die Feuerwehr auf der gegenüberliegenden Mainseite ausrücken. Bei Bischofsheim (Groß-Gerau) ging am Freitagabend ein rund 1.000 Quadratmeter großes Feld nahe der A671 in Flammen auf. Das Feuer selbst war bereits nach gut einer Stunde gegen 21.30 Uhr gelöscht, wie die Allgemeine Zeitung aus Mainz berichtet, die Nachlöscharbeiten dauerten allerdings noch eine Weile an. Polizei und Feuerwehr gehen davon aus, dass sich das Feld aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen selbst entzündet hat.

+++ Feldbrand in Hochheim +++

Apropos Main-Tanus-Kreis: Ungefähr eine Stunde brauchte die Feuerwehr am Freitagnachmittag, um den Brand eines landwirtschaftlich genutzten Feldes nahe eines Kleingartenvereins in Hochheim zu löschen. Zunächst traten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus dem benachbarten Mainz-Kostheim an, die dort wegen eines kleineren Feuers bereits unterwegs waren. Später kamen die Kräfte aus Hochheim und sämtliche geländegängigen Tanklöschwagen aus der Landeshauptstadt hinzu, da die Männer vor Ort kein Löschwasser vorfanden.

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, war die Autobahn 671 zwischen Wiesbaden und Ginsheim-Gustavsburg (Groß-Gerau) etwa eine halbe Stunde lang während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt. Auch die Kleingärtner der Anlage Langgewann mussten ihre Parzellen vorübergehend verlassen.

Feld brennt nahe einer Kleingartenanlage in Hochheim am Main
Ein Feld brennt nahe einer Kleingartenanlage in Hochheim am Main (Main-Taunus). Bild © wiesbaden112.de

+++ Strafe für Wasserentnahme aus Gewässern +++

Im Main-Taunus-Kreis ist es wegen anhaltender Trockenheit ab sofort verboten, Wasser aus Flüssen, Seen oder Bächen zu entnehmen. Wer sich nicht daran hält, muss mit Strafen von bis zu 100.000 Euro rechnen. Das gab der Kreis am Donnerstag bekannt. Teilweise seien Gewässer bereits ausgetrocknet, wie etwa der Wickerbach in Flörsheim.

Der Wickerbach in Flörsheim ist ausgetrocknet.
Der Wickerbach in Flörsheim ist ausgetrocknet. Bild © Main-Taunus-Kreis

+++ Waldbrand in Offenbach +++

Rund 40 Waldbrände hat das Umweltministerium in diesem Jahr in Hessen bereits gezählt. Am Donnerstag ist einer dazu gekommen: Am Schneckenberg in Offenbach brannte der Wald auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern, wie die Feuerwehr mitteilte. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar.

Waldbrand in Offenbach
Am Schneckenberg in Offenbach brannte der Wald auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern Bild © Feuerwehr Offenbach

DONNERSTAG, 4. Juli

+++ Vertrocknete Bäume werden gefällt +++

Als Folge des Hitze- und Dürresommers 2018 sind im Frankfurter Grüneburgpark mehrere Dutzend Bäume abgestorben. Da die toten Bäume zu Ast- und Kronenbrüchen neigen, müssen sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden, teilte die Stadt Frankfurt am Donnerstag mit. Insgesamt sind 36 Bäume betroffen.

+++ RP mahnt zu Schutzmaßnahmen bei Feldarbeit +++

Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen mahnt das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als zuständige Arbeitsschutzbehörde die Arbeitgeber zu entsprechender Vorsicht. Vor allem Personen, die im Freien arbeiten – etwa in der Landwirtschaft – müssen entsprechend geschützt werden. Im Zweifelsfall sollten schwere Arbeiten in den heißen Stunden komplett eingestellt und in die kühleren Tagesabschnitte verlegt werden.

+++ Bisher rund 40 Waldbrände in Hessen +++

In diesem Jahr hat es in Hessen bisher rund 40 Waldbrände gegeben. "Die meisten Brände sind nur sehr klein, meist wenige hundert Quadratmeter groß", sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Insgesamt hätten die Brände etwa 15 Hektar betroffen. Das größte Ausmaß erreichten die Flammen nach Informationen des Ministeriums mit dem jüngsten Waldbrand in Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) sowie im April im Seulingswald (osthessisches Bergland) und im Februar in Schlangenbad (Rheingau-Taunus).

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hessenschau kompakt

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Weil es so heiß und trocken ist, warnt das Umweltministerium vor hoher Waldbrandgefahr. Vor Kurzem hat es die Alarmstufe A ausgerufen. Es ist die zweithöchste Warnstufe.

MITTWOCH, 3. Juli

+++ In Teilen Hessens wird Trinkwasser knapp +++

Das heiße und trockene Wetter bedeutet für viele hessische Städte vor allem eines: Probleme bei der Trinkwasserversorgung. Vielerorts wird das Wasser knapp. Teilweise ist bereits die Feuerwehr im Einsatz und warnt vor den Gefahren. Den aktuellen Situationsbericht lesen Sie hier.

+++ Waldbrand bei Münster ist gelöscht +++

Der Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots bei Münster ist gelöscht. Am Mittwoch sei die Zahl der Einsatzkräfte deutlich reduziert worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Am Morgen seien 120 Brandbekämpfer nach Hause geschickt worden. 40 Einsatzkräfte würden nun noch Glutnester löschen und das Gelände überwachen. Das Areal im Kreis Darmstadt-Dieburg werde aber mindestens noch eine Woche beaufsichtigt. In der Nacht zum Montag gab es auf dem Gelände der früheren Munitionsanstalt, bei Münster-Breitefeld Explosionen, bei denen aber niemand verletzt wurde. Weitere Detonationen gab es der Feuerwehr zufolge nicht. Der Brand war am Sonntag ausgebrochen, die Brandursache war zunächst weiterhin unklar.

+++ Auch Wiesbaden verhängt Grillverbot +++

⚠️ Wegen der hohen Brandgefahr 🔥 aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind in #Wiesbaden ab sofort alle städtischen #Grillplätze gesperrt! ^jh

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Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit hat nun auch die Stadt Wiesbaden alle städtischen Grillplätze gesperrt. Bereits am Wochenende hatte Frankfurt das Grillen in allen öffentlichen Grünanlagen untersagt.

DIENSTAG, 2. Juli

+++ Kein Wasser aus Bächen entnehmen +++

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat an die Bürgerinnen und Bürger von Wiesbaden sowie den Landkreisen Main-Taunus, Rheingau-Taunus und Hochtaunuskreis appelliert, wegen der anhaltenden Trockenheit vorerst kein Wasser aus Bächen zu entnehmen. "Lediglich im Einzugsgebiet der Wisper darf noch zulassungsfrei Wasser entnommen werden", teilte das RP mit. Wer eine Zulassung zur Entnahme besitze, solle sparsam mit dem Wasser umgehen. Auch für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen freundliches und trockenes Wetter.

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+++ Waldbrand-Gefahr: Alarmstufe A ausgerufen +++

Wegen der anhaltenden Waldbrandgefahr hat das hessische Umweltministerium die erste von zwei Alarmstufen, die Alarmstufe A, ausgerufen. Sie beinhaltet, dass gefährdete Waldbereiche verstärkt überwacht werden, die Forstverwaltung die technische Einsatzbereitschaft sicherstellt und intensiven Kontakt zu den Brandschutzdienststellen hält. Vereinzelt können Grillstellen oder auch Waldwege und -flächen geschlossen werden.

Das Ministerium rief zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Es wies darauf hin, dass außerhalb ausgewiesener Grillstellen kein Feuer gemacht werden darf. Auf Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht. Brandgefahr geht auch von liegengelassenen Flaschen und Glasscherben aus. Rauchen ist im Wald grundsätzlich nicht erlaubt. Die Zufahrtswege in die Wälder dürfen nicht blockiert werden. Fahrzeuge sollen außerdem nicht über trockenem Bewuchs abgestellt werden. Bei Ausrufen der Alarmstufe B können Grillplätze und Wälder flächendeckend gesperrt werden.

MONTAG, 1. Juli

+++ Neuer Rekord bei Trinkwasserverbrauch +++

Im Rhein-Main-Gebiet ist am vergangenen Mittwoch (26. Juni) soviel Trinkwasser verbraucht worden wie nie zuvor an einem Tag. Der Versorger Hessenwasser verzeichnete eine Abgabe von 426.312 Kubikmeter. Damit sei der Höchstwert des vergangenen Jahres noch einmal um zwei Prozent übertroffen worden. Am Sonntag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, waren es dagegen nur rund 388.000 Kubikmeter. Ein Unternehmenssprecher führte dies unter anderem auf den Ferienbeginn zurück. Hessenwasser versorgt Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sowie rund 50 weitere Kommunen in Rhein-Main mit Trinkwasser.

+++ Flughafen knackt den Juni-Temperaturrekord +++

Nicht Dillenburg, sondern der Frankfurter Flughafen war am Sonntag der heißeste Ort in Hessen - und damit Inhaber des neuen Rekordwertes für einen Juni seit Beginn der Temperaturmessung. Am Flughafen zeigte das Thermometer in der Spitze 39,3 Grad an. Das ergaben die offiziell bestätigten Zahlen des DWD, wie die hr-Wetterredaktion am Montag erklärte. In Dillenburg - das am Sonntag auf Basis der vorläufigen Zahlen zunächst als neuer Rekordort genannt wurde - war es 39,0 Grad. In Geisenheim maß das Thermometer 38,7 Grad. Die Durchschnittstemperatur für den gesamten Juni betrug 19,3 Grad - ebenfalls ein neuer Rekord.

SONNTAG, 30. Juni

+++ Kleinere Waldbrände in Langenselbold +++

Zu gleich zwei Waldbränden musste die Feuerwehr am Sonntag in Langenselbold (Main-Kinzig) ausrücken. Am Nachmittag brannte zunächst eine Fläche von etwa zehn Quadratmetern in einem Waldstück nahe des Restaurants Buchberggrill, wie die Feuerwehr berichtete. Wenig später wurden die Einsatzkräfte zu einer ähnlich großen Brandstelle 300 Meter weiter gerufen. Beide Brände konnten gelöscht werden.

Waldbrand bei Langenselbold
Waldbrand bei Langenselbold Bild © Feuerwehr Langenselbold

+++ 200 Strohballen in Brand +++

Spektakulärer Fall hitzebedingter Selbstentzündung: In Biblis (Bergstraße) standen am Abend rund 200 Strohballen in Flammen. Ein Fremdverschulden werde nicht vermutet, sagte ein Polizeisprecher. Die Feurwehren Biblis Norsheim, Wattenheim und Bürstadt waren mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort, um ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Lagerhalle zu verhindern.

Rund 200 Strohballen fingen auf einem Feld in Biblis Feuer.
Rund 200 Strohballen fingen auf einem Feld in Biblis Feuer. Bild © J. Strieder

+++ Neuer Juni-Temperaturrekord +++

So heiß wie am Sonntag war es seit Beginn der Temperaturmessung in einem Juni in Hessen noch nie: In Dillenburg wurden am Nachmittag 39,0 Grad gemessen, wie hr-Meteorologe Michael Köckritz sagte. Dabei handele es sich noch um vorläufige Zahlen. Der bisherige Höchstwert datierte aus dem Jahr 1947 und wurde in Frankfurt (Feldbergstraße) gemessen. Die damaligen 38,2 Grad wurden am Sonntag laut vorläufigen Zahlen auch am Frankfurter Flughafen getoppt (38,3 Grad). In Geisenheim (Rheingau-Taunus) maß das Thermometer 38,2 Grad.

+++ Nutzerfotos aus Hessen +++

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Spaziergänge am Morgen, die Frankfurter Skyline im Sonnenuntergang, Kurzurlaub am See: Die hessenschau.de-Nutzer waren fleißig und haben uns zahlreiche Sommerfotos aus Hessen zugeschickt. Eine Auswahl.

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+++ Badeseen in Raunheim und Riedstadt-Leeheim gesperrt +++

Badespaß am Raunheimer Waldsee
Der Raunheimer Waldsee wurde bereits am Mittag wegen Überlastung gesperrt. Bild © Andreas Rippl

Die Hessen lechzen nach Abkühlung. Und was liegt da näher, als an den nächsten Badesee zu fahren? Leider scheinen im Kreis Groß-Gerau etwas zu viele Menschen zur gleichen Zeit auf die Idee gekommen zu sein. In Riedstadt-Leeheim teilte die Polizei mit, dass sämtliche Parkmöglichkeiten rund um den Riedsee erschöpft sind. Und auch wer nicht mit dem Auto kommt, schaut in die Röhre. Seit 11.40 Uhr werden keine Badegäste mehr eingelassen. Ähnlich stellt sich die Situation am rund 25 Kilometer entfernten Raunheimer Waldsee dar. Dort werden Badegäste seit 12.10 Uhr abgewiesen. Erst vor drei Tagen war es dort zu Handgreiflichkeiten gekommen, als etwa 200 Personen versuchten, gewaltsam auf das Gelände vorzudringen, nachdem der Einlass geschlossen worden war.

+++ Wetterdienst warnt in ganz Hessen vor Hitze und UV +++

Sonne scheint durch ein Thermometer, das 30 Grad anzeigt
Am Sonntag wird es heiß...richtig heiß! Bild © picture-alliance/dpa

Der Deutsche Wetterdienst warnt in allen hessischen Kreisen vor Hitze und verstärkter UV-Strahlung. Im Laufe des Sonntags sind für Hessen Höchsttemperaturen zwischen 33 und 39 Grad Celsius vorausgesagt. Hitzewarnungen werden herausgegeben, wenn eine starke Wärmebelastung an zwei aufeinanderfolgenden Tagen erwartet wird und ausreichende  nächtliche Auskühlung der Wohnräume nicht mehr gewährleistet ist.

Bereits am Samstag hatte der Wetterdienst ebenfalls für ganz Hessen eine amtliche Warnung vor erhöhter UV-Strahlung veröffentlicht. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten längere Aufenthalte in der Sonne vermieden werden.

SAMSTAG, 29. Juni

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hs

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+++ Feuer im Frankfurter Stadtwald +++

Etwa 1.000 Quadratmeter Waldboden haben am Nachmittag im Frankfurter Stadtwald in Flammen gestanden. 25 Feuerwehrleute waren drei Stunden beschäftigt, die Flammen mit 12.000 Litern Wasser zu löschen. Temperaturen von 35 Grad und der trockene Wald seien eine große Herausforderung gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es ist noch unklar, was den Brand ausgelöst hat. In allen hessischen Waldgebieten ist die Brandgefahr wegen der Trockenheit und der Hitze derzeit sehr hoch.

+++ Obdachlosen macht Hitze zu schaffen +++

Sie große Sommerhitze macht den obdachlosen Menschen in Hessen besonders zu schaffen. Die Obdachlosen-Einrichtungen seien jedoch gut vorbereitet, sagte Katharina Alborea von der Diakonie Hessen. Dort gibt es Wasser und Kühlpacks, außerdem können Obdachlose ihr Hab und Gut in Spinden lagern, um weniger Kleidung am Körper tragen zu müssen. Alborea appelliert an Passanten, ein wenig auf Wohnsitzlose zu achten. Reglos liegende Menschen sollten angesprochen werden, um zu prüfen, ob alles in Ordnung sei. "Man kann ihnen ruhig mal ein kaltes Wasser anbieten", bittet Alborea.

+++ Mähdrescher löst Feuer aus +++

Ein Bauer hat bei Arbeiten auf seinem Feld in Riedstadt (Groß-Gerau) am Samstag ein Feuer ausgelöst. Vermutlich war der Mähdrescher heißgelaufen. Der Acker zwischen den Ortsteilen Erfelden und Leeheim geriet auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern in Brand. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindern.

+++ Hitzemythen und ihr wahrer Kern +++

Im Schatten braun werden? Geht das überhaupt?

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hs

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FREITAG, 28. Juni

+++ Nie war ein Juni in Hessen sonniger +++

Der zu Ende gehende Juni war in Hessen der sonnigste seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1951. Wie aus einer ersten Auswertung des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach hervorgeht, wurden insgesamt 305 Sonnenstunden registriert - der Durchschnitt liegt bei 192 Stunden. Damit wurde zugleich der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 mit 290,3 Sonnenstunden geknackt.

Außerdem lag die Durchschnittstemperatur im Juni 2019 mit 19,3 Grad deutlich über dem Mittel von 15,2 Grad und nur knapp unter dem 2003 aufgestellten Rekord von 19,5 Grad. Gleichzeitig fielen knapp 55 Liter Regen pro Quadratmeter. Durchschnittlich sind es 80 Liter.

+++ Hohe Waldbrandgefahr in Kassel +++

In Kassel und Nordhessen soll am Sonntag die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden. Offenes Feuer ist in Kassel bisher nicht verboten, die Wetterlage werde jedoch beobachtet, teilte ein Sprecher der Stadt am Freitag mit.

Die Feuerwehr Kassel ruft zu besonderer Vorsicht auf und erinnert an folgende Regeln:

  • Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden.
  • Rauchen ist im Wald grundsätzlich nicht gestattet.
  • Keine Flaschen wegwerfen. Flaschen oder Scherben können wie eine Lupe wirken und Feuer entfachen.
  • Keine brennenden Gegenstände oder Zigarettenkippen aus dem Fahrzeug werfen.
  • Vorsicht beim Parken über trockenem Gras, durch die Hitze des Katalysators oder des Motors kann sich ebenfalls die trockene Vegetation entzünden.

DONNERSTAG, 27. Juni

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+++ Frankfurt verbietet Grillen in Grünanlagen +++

Es gibt tatsächlich Menschen, die sich bei Temperaturen jenseits der 30 Grad freiwillig zusätzlicher Hitze aussetzen - beim Grillen. In Frankfurt allerdings wird das Brutzeln nun aufgrund der Brandgefahr stark eingeschränkt. Die Stadt hat ein Grillverbot für alle städtischen Grünflächen erlassen. "Auf all unseren Grillplätzen stehen Bäume, auch das Gras kann sich blitzartig entzünden. Das Risiko ist einfach zu groß", teilte Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Donnerstag mit.

Darmstadt belässt es vorerst bei einer Mahnung. Die Bürger sollen alle Aktivitäten vermeiden, die Brände begünstigen könnten. In beiden Städten hat der jeweilige Stadtwald schon die zweithöchste Stufe im Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes erreicht.

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hs

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+++ Neuer Hitzerekord am Wochenende? +++

Nach dem bisher heißesten Tag des Jahres am Mittwoch mit fast 38 Grad in Frankfurt bleibt es auch Richtung Wochenende sommerlich warm in Hessen. Nach mehreren Tropennächten in Folge deutet sich in der Nacht auf Freitag zwar etwas Abkühlung an, auch tagsüber sollen es höchstens vergleichsweise moderate 30 Grad werden. Doch schon am Wochenende ziehen die Temperaturen wieder an. Das Thermometer könnte am Sonntag in Südhessen wieder bis zu 38 Grad zeigen.

+++ Baden verboten - Suche nach Handgranate +++

Weil ein Schwimmer eine Handgranate in der Lahn bei Runkel (Limburg-Weilburg) gefunden haben will, ist Baden an der Schleuseninsel tabu. Ob es wirklich eine Granate war, ist unklar, der Mann hatte den Gegenstand am Mittwoch erschrocken zurück ins Wasser geworfen. Eine Tauchergruppe des Kampfmittelräumdienstes sucht mit Metalldetektoren nach dem vermeintlichen Blindgänger - bisher erfolglos.

+++ Badegäste wollen See stürmen - Polizei greift ein +++

Aus Frust darüber, weil sie nicht an den See gelassen wurden, haben rund 200 Badegäste das Sicherheitspersonal am Raunheimer Waldsee (Groß-Gerau) wüst beschimpft und mit Steinen beworfen. Der See war wegen Überfüllung geschlossen, der Parkplatz schon lange vorher dicht. "Wir vestehen ja, dass sich die Leute bei der Gluthitze abkühlen wollen", sagte ein Polizeisprecher. Aber Körperverletzung und Hausfriedensbruch "gehen massiv zu weit". Der Versuch von rund 50 Seebesuchern, über den Hintereingang zum Waldsee zu gelangen, wurde von der Polizei gestoppt. Gegen drei verhinderte Besucher erstattete die Polizei nach dem Vorfall vom Mittwoch Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs, zwei von ihnen versuchten über einen Zaun zu klettern. Insgesamt wurden 30 Platzverweise erteilt.

MITTWOCH, 26. Juni

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+++ Hund aus überhitztem Auto gerettet +++

Die Wiesbadener Feuerwehr hat am Mittwoch einen Hund aus einem völlig überhitzten Auto befreit. Dazu schlugen die Retter die Seitenscheibe des Pkws ein, der auf einem Parkplatz abgestellt war. "Wir haben ihm Wasser angeboten, das er sofort dankbar angenommen hat", sagte ein Sprecher. Ein Passant hatte den Schäferhund-Mischling bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Der Hund wurde seinem Halter übergeben. Die Feuerwehr appellierte anlässlich dieses Falles noch einmal, keine Menschen oder Tiere in Fahrzeugen zurückzulassen. "Wir würden uns wünschen, nicht zu solchen Einsätzen fahren zu müssen."

+++ Juni-Hitzerekord für Teile Hessens +++

An einigen Stationen in Hessen wurde am Mittwoch der höchste Juni-Wert seit Aufzeichnung der Wetterdaten gemessen. So etwa am Frankfurter Flughafen. Dort war es mit 37,5 Grad am heißesten, wie hr-Wetterexperte Rainer Behrendt zu berichten wusste. Auch in Bad Nauheim und Dillenburg wurden mit 36,9 Grad beziehungsweise 36,7 Grad neue Juni-Höchstwerte erreicht.

Der Hitzerekord für Hessen im Juni ist damit aber nicht geknackt: An einer Station in der Frankfurter Innenstadt wies das Thermometer an einem Tag im Juni 1947 den heute noch gültigen Höchstwert von 38,2 Grad aus. Deutschlandweit gab es aber neue Topwerte: In Coschen (Brandenburg) und Bad Muskau (Sachsen) war es 38,6 Grad heiß. Damit wurde der alte Höchstwert von 1947 aus Bühlertal (Baden-Württemberg) um 0,1 Grad übertroffen.

+++ Feuerwehr muss Ferkel abkühlen +++

Als ob Tiertransporte nicht stressig genug wären. Gegen 16.15 Uhr blieb ein Tiertransporter auf der A7 in Richtung Erfurt zwischen Kirchheimer Dreieck und Hattenbacher Dreieck in Fahrtrichtung Süden liegen. Der Grund: Ein geplatzter Reifen. Seine Ladung: 700 Ferkel, denen es zu heiß zu werden drohte. Denn wenn der Laster nicht fährt, arbeitet auch keine Kühlung.

Feuerwehr Niederaula kühlt liegen gebliebenen Tiertransporter
Einsatz für Ferkel: Zwei Spuren waren während des Einsatzes gesperrt Bild © TVnews-Hessen

Abhilfe schaffte die Feuerwehr aus dem nahe gelegenen Niederaula. Sie berieselt den Transporter mit Wasser, um den unfreiwilligen Stopp für die Tiere erträglicher zu machen. Derweil dürfte es infolge der Reifenpanne auch einigen Menschen zu heiß werden. Zwei Spuren der Autobahn mussten vorerst gesperrt werden. Auf der A4 staut sich der Verkehr.

+++ Appell an Tierhalter +++

Die hessische Landestierschutzbeauftragte appelliert an alle Tierhalter, daran zu denken, dass die große Hitze auch eine enorme Belastung für Hunde, Pferde oder Kühe ist. Die Halter sollen darauf achten, dass Hunde auf keinen Fall im geparkten Auto gelassen werden. Weidetieren sollen neben Trinkwasser auch ausreichend große und gut belüftete Schattenplätze zur Verfügung stehen, andernfalls sollen die Tiere nachts auf die Weiden.

Nach Auffassung der Tierschutzbeauftragten sind Tiertransporte bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius auch in die Nachtstunden zu verlegen. Tiertransporte, die länger als acht Stunden dauern, sind bei Außentemperaturen ab 30 Grad überhaupt nicht zulässig, so Martin heute in Wiesbaden. Appelle, denen sich Polizei und Feuerwehr sicherlich anschließen:

Gerade hat unser #Kleinalarmfahrzeug in #Dotzheim einen Hund aus einem Auto befreit, dass in der Sonne abgestellt war! Dafür musste eine Scheibe zerstört werden. Achtung : Bei diesen Temperaturen wird es im Auto schnell gefährlich, also weder Mensch noch Tier im Auto lassen. ^jh

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+++ Defekte Klimaanlage im ICE +++

Was wäre der Sommer ohne ausgefallene Klimaanlagen in Zügen der Bahn - wie am Mittwoch im ICE 1636 von Berlin nach Frankfurt.

Defekte Klimaanlage Bahn
Abgesperrte Sitzreihen im ICE. Bild © picture-alliance/dpa

+++ alle wetter! extra: Hitze in Hessen +++

Hier nochmal ein Hinweis auf die Sondersendung zur Hitze im hr-fernsehen: Um 20.30 Uhr läuft ein alle wetter! extra mit Thomas Ranft.

Videobeitrag
Macht Hitze dumm?

Video

zum hr-fernsehen.de Video Machen Sie den Stroop-Test: Wie sehr schafft Sie die Hitze?

Ende des Videobeitrags

+++ Hohe Waldbrandgefahr +++

In Teilen Hessens herrscht eine hohe Waldbrandgefahr. Im Süden sowie Regionen in Mittel- und Nordhessen gilt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Mittwoch die zweithöchste Gefahrenstufe. Nach einer kurzen Entspannung nehme die Gefahr dann zum Wochenende hin noch weiter zu, sagte ein DWD-Sprecher. Da derzeit keine Niederschläge abzusehen seien, werde dann landesweit die zweithöchste Stufe gelten. Für den Süden gilt dann wahrscheinlich sogar die höchste Warnstufe 5.

Der Landesbetrieb Hessenforst rät, im Wald kein Feuer zu machen und nicht zu rauchen. Wer einen Brand sehe, sollte sofort die Feuerwehr alarmieren. Einfahrten in die Wälder sollten frei gehalten werden. Vorsicht sei auch mit heißgelaufenen Autos geboten, die könnten schnell trockene Wiesen oder Geäst entflammen. Sperrungen von Waldwegen oder Grillplätzen gebe es bislang noch keine, erst ab der höchsten Warnstufe.

+++ Nackt auf dem Motorroller unterwegs +++

A propos lockerer Dresscode. Wir lassen das mal hier, auch wenn es nix mit Hessen zu tun hat.

Weil wir #sprachlos sind 😅: Wie würden Sie dieses Bild betiteln? Als kleine Inspirationshilfe - ein #Zitat des Herren: „Et is halt warm, wa?“ Und jetzt Sie! #Hitze #safetyfirst #LebenAmLimit

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+++ Dresscode im Landtag gelockert +++

Im hessischen Landtag gelten wegen der Hitze gelockerte Kleidungsvorschriften. Bediensteten und Abgeordneten stehe es frei, wegen der hohen Temperaturen statt im Sakko oder Kostüm auch mal in kurzer Hose oder im Sommerhemd zu arbeiten, sagte Landtagssprecher Pascal Schnitzler am Mittwoch in Wiesbaden. Die Politiker würden davon aber noch nicht all zu oft Gebrauch machen. Natürlich müsse der Kleidungsstil immer Terminen und Anlässen angepasst sein, betonte Schnitzler.

Einen einheitlichen Dresscode oder genaue Kleider-Vorgaben für das Tagesgeschäft im Landtag gebe es aber nicht. Wegen der Hitze hob der Landtag zu Wochenbeginn zudem die Kernarbeitszeit auf, in der sonst alle Angestellten anwesend sein müssen. Sie sei bis Ende Juni außer Kraft gesetzt, sagte der Sprecher. Zusätzlich stellt der Landtag seinen Mitarbeitern in der Kantine Wasser bereit. Teile des Landtagskomplexes wie etwa das Plenargebäude sind klimatisiert. Einige Büros seien jedoch stark der Sonne ausgesetzt, erklärte Schnitzler

+++ Wasserspiele laufen wieder +++

Gute Nachrichten für die Frankfurter, die Abkühlung suchen:

Gute Nachrichten! Die Wasserspiele Günthersburgpark und Louisa laufen wieder! 💦 Welche Wasserspielplätze in Betrieb sind, seht Ihr übrigens jederzeit hier ➡️ https://t.co/12diN6HvBO Die Seite wird zweimal wöchentlich aktualisiert. 💦 💦 💦 💦 💦 💦 💦

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+++ Ab ins (klimatisierte) Museum +++

Im vergangenen Hitze-Sommer hatten mehrere hessische Museen von gestiegenen Besucherzahlen berichtet. Auch 2019 locken die hessischen Ausstellungshäuser mit Klimaanlagen und anderen Schmankerln:

Wer sich bei der #Hitze in unsere kühlen Ausstellungsräume begibt, kann sich an der Wasserbar kostenfrei eine #Erfrischung gönnen! Viel trinken ist schließlich besonders bei diesen Temperaturen ein Muss!

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+++ In Stadtgebieten ist die Belastung besonders groß +++

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+++ Ozonwerte steigen +++

Die Hitze und die intensive Sonneneinstrahlung lassen die Ozonwerte in Hessen steigen. Wie das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Mittwoch berichtete, wurde am Dienstag an fünf Messstationen der Informationsschwellenwert überschritten: In Wiesbaden-Süd, auf dem Kleinen Feldberg, in Riedstadt, Raunheim und Limburg lagen die Werte über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Der höchste Wert wurde mit 195 µg/m3 in Wiesbaden gemessen.

Auch in den nächsten Tagen erwartet das Landesamt "ähnlich hohe oder sogar höhere Ozonwerte, insbesondere in Süd- und Mittelhessen sowie in Höhenlagen über 350 Metern". Die sogenannte Alarmschwelle liegt bei 240 µg /m3. "Eine Überschreitung dieses Wertes wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen", hieß es am Mittwoch. Ozon kann bei höheren Konzentrationen zu Beeinträchtigungen der Atemwege führen. Daher wird über der Warnschwelle empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden und Sport eher in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.

+++ A5 über Stunden gesperrt +++

Nach einem Auffahrunfall von zwei Lastwagen am Mittwochmorgen ist die A5 in Richtung Frankfurt zwischen Ober-Mörlen und Friedberg gesperrt worden. Die Vollsperrung war nötig, nachdem gegen 8.40 Uhr bei einem missglückten Spurwechsel zwei Lastwagen zusammengestoßen waren. Einer der Laster hatte Farbe geladen, bei der die Gefahr bestand, dass sie sich in der Sommerhitze entzünden könnte. Die Feuerwehr rückte an, um das Ladegut umzuladen. Am Mittag teilte das Polizeipräsidium Mittelhessen mit, dass sich die Bergungsarbeiten weiter verzögern.

Durchhalten bei der #Hitze auf der #A5 - #Vollsperrung Richtung Süden dauert an. Der verunfallte LKW hat Fässer mit Farbe geladen, die aufgrund der Hitze abgeladen werden müssen, bevor eine Bergung des LKW möglich ist. #Mittelhessen #VerkehrHessen

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+++ Polizei hat mehr Arbeit +++

Die Hitze beschert der Polizei neben Schweiß auch mehr Arbeit. "Dauerbrenner bei diesen Temperaturen sind Ruhestörungen", berichtete das Polizeipräsidium Mittelhessen am Mittwoch. Viele Menschen seien spät abends noch draußen oder hätten die Fenster geöffnet - "nicht immer zur Zufriedenheit der Nachbarn", wie die Beamten beklagten.

Oft werde dann gleich die Polizei gerufen. Dabei könnte man vieles auch ohne Staatsmacht regeln, finden die Beamten und bitten: einfach erst mal "zunächst das Gespräch untereinander suchen". Die Hitze stresse übrigens auch Menschen in Uniform. Polizisten seien, "wie wohl jeder in diesen Tagen, dankbar über nette Worte oder ein angebotenes kühles Wasser für eine kurze Einsatzpause".

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hsk

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+++ Höchsttemperatur gegen 18 Uhr bekannt +++

Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass es mittags am heißesten ist. Tatsächlich steht die Sonne um die Mittagszeit am höchsten und gibt die stärkste Strahlung ab. Die Lufttemperatur erreicht ihr Maximum aber erst mit einigen Stunden Verzögerung. Erst wenn die Erdoberfläche soweit aufgeheizt ist, dass auch Straßen, Dächer und andere Objekte wieder Wärme abgeben, entstehen nach Aussage von Wetterexperten die Höchstwerte des Tages.

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Hinzu kommt, dass der Höchststand der Sonne in Deutschland nicht um 12 Uhr mittags erreicht wird, sondern wegen der Sommerzeit nicht vor 13 Uhr. Je nach Umgebung wird die höchste Temperatur deshalb erst am späteren Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr gemessen, dann erst wissen wir, ob tatsächlich am Mittwoch Temperatur-Rekorde geknackt wurden. Im Langzeitvergleich deutet sich aber an, dass es in den vergangenen Jahren wärmer wurde.

+++ Medikamente vor Hitze schützen +++

Die Bundesapothekerkammer erinnert daran, dass Medikamente vor Hitze geschützt werden müssen. Sie sollten generell möglichst nicht in der prallen Sonne liegen. Tabletten oder Kapseln vertragen Temperaturschwankungen noch vergleichsweise gut. Asthmasprays dagegen können sich stark aufheizen und ihre Wirksamkeit verlieren. Zäpfchen können schmelzen und verlieren dann ihre Wirksamkeit.

Einige Medikamente müssen auch im Sommer ausdrücklich "kühl" gelagert werden, das bedeutet unter 8 Grad. Dazu gehören Insuline oder einige der so genannten Biologicals. Zu Hause werden diese Medikamente im Kühlschrank gelagert. Unterwegs werden die Vorräte in einem Kühlbehälter mitgenommen.

+++ Zehn kühle Orte in Hessen +++

Kristallhöhle Kubach
Die Kubacher Kristallhöhle liegt 50 bis 70 Meter unter der Erdoberfläche. Bild © picture-alliance/dpa

Wer nicht schwimmen gehen will: Die Kollegen von hr3 haben zehn Orte in Hessen zusammengesucht, wo Sie gut gekühlt jede Hitze-Welle überstehen können.

+++ Die zehn schönsten Badeseen in Hessen +++

Sollte es ihnen nach einem Sprung ins kühle Nass sein: Wir haben die zehn schönsten Badeseen für Sie zusammengestellt. Wie Sie dort Unfälle vermeiden, erfahren Sie bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Videobeitrag
hessenschau

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zum Video Andrang an den Badeseen

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+++ Hitzefrei an Schulen nicht einheitlich geregelt +++

Für Schulen gibt es seit 1999 keine bundesweite Hitzefrei-Regelung mehr. Jedes Bundesland entscheidet also selbst und in Hessen entscheiden die Schulleiter, ob es hitzefrei gibt oder nicht. Voraussetzung für hitzefrei ist, dass die Raumtemperatur mehr als 27 Grad beträgt oder es morgens um 10 Uhr im Schatten mindestens 25 Grad warm ist. Die Schulen können aber auch den Unterricht an kühlere Orte verlegen oder mit den Schülern Ausflüge machen. Klassenarbeiten sollen jedenfalls vermieden werden.

+++ Kein "Hitzefrei-Gesetz" für Arbeitnehmer +++

Infos für alle Hessen, die an diesem Hitze-Mittwoch noch nicht im Urlaub sind: Ein Recht auf klimatisierte Räume oder sogar hitzefrei gibt es im deutschen Arbeitsrecht nicht. Für Temperaturen in Arbeitsräumen gibt es aber Richt- und Grenzwerte, die in den "Technischen Regeln für Arbeitsstätten" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin enthalten sind. Liegt die Lufttemperatur in Arbeitsräumen über 26 Grad, müssen Arbeitgeber "geeignete Maßnahmen" ergreifen, zum Beispiel durch Jalousien.

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Hand mit Eisportionierer befüllt eine Waffel

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Arbeiten bei Hitze

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Erreicht die Raumtemperatur mehr als 30 Grad, muss der Arbeitgeber zum Beispiel Getränke bereitstellen, die Kleiderordnung lockern oder häufigere Pausen in kühleren Bereichen anbieten. Erst bei Überschreiten der Lufttemperatur von 35 Grad gelten Arbeitsräume als nicht geeignet, was genau das heißt, ist aber auch nicht geregelt.

+++ Viele Feuerwehr-Einsätze in Wiesbaden +++

Bei Temperaturen über 30 Grad musste die Wiesbadener Feuer mehr als 20 Mal ausrücken, wie sie am Mittwoch berichtete. Dabei ging es sechs Mal um Tierrettungen in der Hitze. Sechs Mal mussten die Kräfte ausrücken, um beim Öffnen von Türen zu helfen. Nachmittags schlugen mehrere Rauchmelder in Wohnungen an - in allen Fällen waren es Fehlalarme, trotzdem musste ein Löschzug vorsichtshalber ausrücken. 128 Notrufe gingen beim Rettungsdienst ein, weil Patienten hitzebedingte Beschwerden hatten.

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zum Video Erdgas-Auto droht zu explodieren

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DIENSTAG, 25. Juni

+++ Dienstag (bisher) heißester Tag des Jahres +++

In Hessen ist der Dienstag der heißeste Tag des Jahres gewesen. Am Frankfurter Flughafen wurden 35,2 Grad gemessen - ein neuer Höchstwert im Jahr 2019. Der bisherige Spitzenwert des Jahres lag bei 32,6 Grad, registriert am 3. Juni in Michelstadt und am 4. Juni ebenfalls am Frankfurter Flughafen. Um den mehr als 70 Jahre alten Juni-Rekord zu brechen, fehlte am Dienstag noch etwas: Der Bestwert liegt bei 38,2 Grad, ermittelt im Jahr 1947 in Frankfurt.

Den Allzeit-Hitzerekord in Deutschland hält übrigens das bayerische Kitzingen: Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) an der dortigen Messstation 40,3 Grad Celsius.

+++ Open-Air-Festivals locken +++

Wegen der Temperaturen und der extrem hohen UV-Belastung raten Experten von längeren Aufenthalten im Freien ab, zumindest bis zum Nachmittag. Abends ist das Wetter aber ideal für einen Besuch der zahlreichen Festivals und Kultursommer in Hessen.

Stoffel
Das Stoffel-Festival in Frankfurt. Bild © Stahlburg-Theater-Offen-Luft

+++ Ventilatoren begehrt +++

Das ein oder andere Ventilatoren-Modell könnte bald vergriffen sein: Bei den großen Elektronik-Märkten habe der Verkauf merklich angezogen, berichteten mehrere Sprecher am Dienstag. Noch sei aber ausreichend Ware vorhanden. Viele greifen auch online zu. In Amazons Bestsellerliste hat es nach Recherchen der Nachrichtenagentur dpa ein Standventilator auf Rang drei unter den meistverkauften Elektronikartikeln geschafft.

In Deutschland bleibt der Ventilator der verbreitetste Kältespender. Die Zahl der Klimaanlagen ist dagegen gering. Dem Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI zufolge haben nur vier Prozent der Haushalte eine Klimaanlage. Die Ökonomen prognostizieren für die Zukunft mit steigenden Temperaturen einen wachsenden Stromverbrauch durch Klimageräte.

+++ Songs zum Abkühlen gesucht +++

Erfrischung aus dem Radio: Die Kollegen von hr1 suchen übrigens Songs zum Abkühlen. Schicken Sie Ihre Wünsche zur musikalischen Erfrischung und mit etwas Glück spielt sie hr1-Moderator Tim Frühling am Mittwoch, den 26. Juni, ab 15 Uhr. Wir hätten da einen Vorschlag:

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+++ Bäder länger offen? +++

Die Frankfurter Bäderbetriebe denken über eine Verlängerung der Freibad-Öffnungszeiten nach. Von ersten Freibädern seien diesbezüglich positive Signale gekommen, sagte Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt, am Dienstag. So könnte beispielsweise das Brentanobad im Stadtteil Rödelheim womöglich ab Donnerstag oder Freitag eine Stunde länger geöffnet sein.

Bisher schließt Frankfurts größtes Freibad um 20 Uhr. "Länger als bis 21 Uhr zu öffnen macht aber keinen Sinn", sagte Zielinski. Die Bäder müssten außerdem die Belastbarkeit der Mitarbeiter im Blick haben.

+++ Wasserspielanlagen außer Betrieb +++

Ausgerechnet: In Frankfurt sind derzeit drei von sieben Wasserspielanlagen in Parks nicht in Betrieb. Die wegen Hygienemängeln geschlossene Anlage im Günthersburgpark kann noch mindestens bis Mittwoch nicht genutzt werden, sagte Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamts Frankfurt, am Dienstag. Erst dann rechnet die Behörde mit Laborergebnissen, die zeigen werden, ob die Reinigung der Wasserspiele Erfolg hatte. Die Anlage im Scheerwald wird momentan saniert und könnte möglicherweise erst wieder gegen Ende des Sommers laufen.

Das Wasserspiel in Schwanheim ist ebenfalls stillgelegt und soll ab Herbst saniert werden. Dagegen hat die Anlage im Waldspielpark Louisa am Dienstag wieder den Betrieb aufgenommen. Die technische Störung an der Steuerung wurde behoben, sagte Heldmann. Zum Planschen stehen den Frankfurtern außerdem Wasserspielanlagen im Niddapark, im Lohrpark und im Neu-Isenburger Tannenwald zur Verfügung. Diese sind bereits saniert.

+++ Kinder und Tiere nie im Auto lassen +++

Man kann nicht oft genug daran erinnern, dass nicht nur bei Rekord-Temperaturen gilt:

⚠ Achtung Todesfalle ⚠ ❗BITTE TEILEN❗ So schön der #Sommer in #Frankfurt auch ist, für Kids und Tiere wird die #Hitze im #Auto , mit bis zu 70° C, schnell lebensbedrohlich. Lasst eure Liebsten also niemals im Auto zurück! Ihr stellt das selbst irgendwo fest? ➡ Notruf 110

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+++ Zoo-Tiere lässt die Hitze kalt +++

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Die Zoos in Hessen blicken den Hitze-Tagen und möglichen Temperatur-Rekorden entspannt entgegen. "Die meisten Tiere haben kein Problem mit dem Wetter", sagte eine Sprecherin des Frankfurter Zoos der Nachrichtenagentur dpa. Viele hätten ein Innen- und Außengehege und könnten ohnehin selbst entscheiden, wo es für sie am erträglichsten sei. Zu beobachten sei aber, dass etliche der Tiere öfter Baden gingen, sagte die Sprecherin. Besondere Bade-Liebhaber seien die verschiedenen Bären.

+++ Trinken, trinken, trinken +++

Wasser
Bild © Pixabay

Sozialminister Kai Klose (Grüne) rät den Hessen, viel zu trinken. Aber was eigentlich? Alkohol ist eher nicht angesagt, dafür aber Wasser oder Heilwasser mit viel Natrium. Denn beim Schwitzen verliert man Mineralstoffe und die müssen wieder aufgefüllt werden. Weitere Tipps finden Sie hier.

+++ Hitze macht auch kreativ +++

Twitter-Nutzer scheint die Hitzewelle kreativ zu machen, gesucht werden die schönsten #hitzefußballer -Namen.

Franz Schwimmbadbeckenbauer #hitzefussballer

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+++ Hitzewarnstufe 2 wird erreicht +++

Am Mittwoch wird in Hessen die Hitzewarnstufe 2 nach dem Hessischen Hitzewarnsystem erreicht. Das Sozialministerium warnt deswegen vor einer "extremen Hitzebelastung". Mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung sei "insbesondere in den dicht bebauten Stadtgebieten von Darmstadt, Frankfurt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden zu rechnen", hieß es am Dienstag in Wiesbaden.

Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen seien in praller Sonne und bei hoher Hitze gefährdet. "Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften", erklärte Sozialminister Kai Klose (Grüne). Zudem solle viel getrunken werden.

+++ Wasserspeicher nicht gefüllt +++

Insgesamt soll die extreme Hitze etwa sieben Tage lang dauern. Da muss jetzt auch die Natur durch. In diesem Frühjahr hat es relativ viel geregnet, vor allem im Mai deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Von daher sollte die Natur die sieben Tage ganz gut überstehen. Die Wasserspeicher haben sich allerdings über den Winter nicht ganz wieder aufgefüllt, sondern nur bis zu etwa 80 Prozent.

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Der Rhein  bei Rüdesheim

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mit Rheinwasser im Kampf gegen die Trockenheit

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Die Speicher waren wegen des extrem trockenen Sommers im vergangenen Jahr sehr leer. Wenn in diesem Sommer weitere lange trockene Phasen folgen sollten, könnte es dann für die Natur wieder ähnlich kritisch werden wie im vergangenen Jahr. Wie trocken der Boden ist zeigt der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.

+++ Hitze-Blasen auf A5 +++

Auf der A5 sind am Dienstagmorgen die ersten hitzebedingten Ausfallerscheinungen, sogenannte "Blow Ups", aufgetreten. Zwischen Heppenheim und Weinheim (Bergstraße) wellt sich schon an mehreren Stellen der Asphalt.

Verkehr
Bild © hessenschau.de

+++ Juni-Rekorde wackeln +++

Der bisherige Juni-Höchstwert in Hessen wurde in Frankfurt registriert. Vor fast genau 72 Jahren, nämlich am 27. Juni 1947 wurden hier 38,2 Grad registriert. Auf Platz zwei liegt das Rheingau-Taunus-Städtchen Geisenheim, wo ebenfalls am 27. Juni 1947 auch immerhin 37,3 Grad erreicht wurden. Doch diese Rekordmarken dürften dieser Tage geknackt werden.

Nicht nur, dass es neue Juni-Rekorde geben wird - die ganze restliche Woche wird's heiß bleiben, vor allem in der Südhälfte ist auch am Wochenende bei Temperaturen deutlich über 30 Grad Schwitzen angesagt.

Zu sehen ist eine Karte mit hessischen Höchsttemperaturen im Juni.
Bild © hessenschau.de

+++ "Ulla" bringt Sahara-Hitze nach Hessen +++

Wer lässt die Hessen eigentlich schwitzen? Das aktuelle Hoch heißt "Ulla" und bringt schon am Dienstag bis zu 37 Grad im Süden. Höhepunkt der Hitzewelle ist voraussichtlich am Mittwoch mit bis zu 39 Grad. Die heiße Luft kommt über eine Strömung direkt aus der nordwestlichen Sahara zu uns, wo aktuell über 40 Grad herrschen.

Hitzewellen sind nicht ungewöhnlich im Sommer, aber die Ausprägung sei schon sehr markant, erklärt hr-Meteorologe Tim Staeger. "Also eine extreme Hitzewelle, die schon als Unwetter bezeichnet werden muss", so der Wetterexperte. Wer verfolgen möchte, wie heiß es in seiner Region aktuell ist, findet hier die akuellen Werte ausgewählter Messstationen in Hessen.

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter! extra: Hitze in Hessen, 20.15 Uhr

Ihre Kommentare Fluch oder Segen - wie gehen Sie mit der Hitze um?

17 Kommentare

  • Fenster und Türen geschlossen halten, körperliche Aktivitäten einschränken, trinken.
    Aktuelle Außen-Temperatur im Schatten: 40,2 Grad (Innen: 25,7 Grad).

  • Was soll denn so toll am Sommer sein? Schwitzen? Sonnenbrand? Alles ist voller Insekten und Leuten, die bis um zwei Uhr morgens im Garten sitzen und laut labern. Tausende Fahrradfahrer mit freien Oberkörper und Hunde ohne Leine, die nur spielen wollen. Übervölkerte Freibäder mit aggressiven "jungen Männern". Und als Krönung wirft einen der hessische Wirtschaftsmotor um fünf Uhr morgens im Tiefflug aus dem Bett. Zum Kotzen.

  • Diese große Hitze ist schon teilweise schwer zu ertragen. Ich bin Trauerrednerin und versuche meine Termine in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Bei den Beisetzungsterminen entscheiden aber die Kommunen. Hier sollte man bei dieser Hitze andere Zeiten anbieten, bzw. manche Zeitfenster in der Zeit sperren. Ich kenne Hallen die sind die reinste "Hölle" besonders um die Mittagszeit und für die oft gerade älteren Mitmenschen eine irre Belastung. Ich habe immer Angst, daß da mal jemand zusammenklappt. Auch die schwarze Kleidung ist eine Belastung. Wo es geht empfehle ich den Angehörigen dringend Blazer und Sakkos auszulassen. Es tut auch ein leichtes Oberteil oder ein weißes Hemd ohne Krawatte. Ich selbst trinke kurz vor dem Termin noch einmal und ziehe den Blazer erst kurzfristig drüber, dann hält man die 30 Minuten irgendwie aus. Ein Hut darf im Freien nicht fehlen und ein Handtuch auf Kühlakkus gelagert für hinterher. Ein Fächer tut auch gute Dienste. Ist halt Sommer.

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