Versunkenes Auto

Unwetter haben in Nordhessen für Überschwemmungen gesorgt. Besonders betroffen waren Naumburg und Volkmarsen. Straßen mussten wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden, ein Auto versank im Wasser. Bei einem Unfall gab es Verletzte.

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Unwetter haben in der Nacht zum Mittwoch und am Morgen in Nordhessen für Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Rund um Volkmarsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg standen immer wieder Straßen unter Wasser. Ein Auto versank bis zu den Scheiben in einem Bachlauf und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Der Fahrer blieb unverletzt.

Zwei Verletzte bei Zusammenstoß auf nasser Straße

Die Feuerwehr war auch am Abend noch im Dauereinsatz, um Keller leerzupumpen. Betroffen waren auch eine Grundschule und ein Sportlerheim. Zudem sei der Tresorraum einer Bank überflutet worden, sagte ein Polizeisprecher. Auf einigen Straßen lagen umgestürzte Bäume. Mehrere Straßen waren zeitweise gesperrt oder teilgesperrt, darunter die Bundesstraßen 450 und 252.

Auf einer Kreisstraße stießen zwei Fahrzeuge zusammen, nachdem sie auf der nassen Straße ins Schleudern geraten waren. Zwei Personen wurden verletzt und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden. Über die Schwere ihrer Verletzungen konnte der Sprecher zunächst nichts sagen.

Vollgelaufene Keller in Naumburg, Straße weggebrochen

Auch in Naumburg (Kassel) liefen nach anhaltenden Regenfällen zahlreiche Keller voll, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Im Wesertal ergoss sich Schlamm über eine Straße. Auf der L3215 zwischen Naumburg und Waldeck rutschte unter der Fahrbahn ein Hang ab. Die Straße musste gesperrt werden.

Zwischen Naumburg und Waldeck rutschte eine Straße ab.

Über Unfälle oder Verletzte war im Zuständigkeitsbereich der Kasseler Polizei zunächst nichts bekannt. Die Lage am Nachmittag bezeichnete die Sprecherin als "überschaubar", es regne aber weiterhin.

Hochwasser am Rhein: B42 in Rüdesheim wegen Rissen gesperrt

Zwischen Rüdesheim-Assmannshausen und Lorch (beide Rheingau-Taunus) wurde unterdessen die direkt am Rhein verlaufende B42 gesperrt, nachdem dort Risse in der Fahrbahn festgestellt wurden. Ursache ist nach Angaben eines Experten von Hessen Mobil das derzeitige Hochwasser des Rheins. Dieses habe im Bereich einer Baustelle die Straße unterspült und für die Schäden gesorgt.

Aus Sicherheitsgründen habe die Straße gesperrt werden müssen. Dem Experten zufolge drohen die Risse größer zu werden. Dies könne dazu führen, dass die Straße weggespült wird. Die Sperrung werde vermutlich einige Wochen andauern. Bevor Reparaturen beginnen könnten, müsse zunächst das Hochwasser zurückgehen.

Neue Unwetter ab Donnerstagnachmittag möglich

Nach Angaben der hr-Wetterredaktion sollten die Regenfälle allmählich in Richtung Westen abziehen, Hochwassergefahr drohe im Norden und Westen vor allem an Bächen und Flüssen. In der Nacht soll es von Osten her zunehmend aufklaren, es kann sich stellenweise Nebel bilden.

Der Donnerstag startet trotz einiger Quellwolken zunächst trocken. Am Nachmittag und Abend können in schwül-warmer Luft wieder sporadisch kräftige Schauer und Gewitter mit Unwetterpotenzial auftreten. Dabei drohen lokal erneut Starkregen, Hagel und Sturmböen. Am Freitag ändert sich die Lage kaum. Erst zum Wochenende hin beruhigt sich das Wetter.

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