Absperrung am Hasselsee

Sie wollten eigentlich in Ruhe angeln, doch dann sind drei Menschen in Babenhausen um ein Haar in den Hasselsee gezogen worden. Dort war auf mehreren hundert Quadratmetern das Ufer abgerutscht. Daraufhin musste auch eine Bahnstrecke gesperrt werden.

Am Hasselsee in Babenhausen (Darmstadt-Dieburg) sind am Samstagvormittag mehrere hundert Quadratmeter des Uferbereichs abgerutscht. Laut Polizeiangaben könnte ein Saugbagger dafür verantwortlich sein, der am Boden Kies und Sand förderte.

Dabei wurden drei Angler beinahe ins Wasser gerissen. Sie hätten sich in letzter Sekunde retten können, berichteten die Beamten. Ihre Zelte und persönlichen Gegenständen rutschten in die Tiefe. Ein 35 Jahre alter Angler verletzte sich am Rücken und wurde vorsorglich ins Krankenhaus nach Groß-Umstadt gebracht.

Bahnlinie Babenhausen-Aschaffenburg war voll gesperrt

Durch die geringe Entfernung zur Bahnlinie Babenhausen-Aschaffenburg befürchtete die Polizei Gefahr für die Standsicherheit des Bahnkörpers. Die Strecke wurde sofort gesperrt und Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk (THW) wurden alarmiert. Am Samstagnachmittag wurde der Verkehr für den Personenverkehr wieder freigegeben, der Gütervekehr darf vorerst noch nicht wieder die Strecke befahren.

Fachleute aus Bergbau und Geologie wurden angefordert, um das Ausmaß des Schadens zu begutachten. Ein Notfallmanager der Bahn war am Samstagnachmittag ebenfalls vor Ort.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version dieses Beitrags hieß es, die Angler seien ins Wasser gestürzt. Das betraf allerdings nur ihre Zelte und Angelutensilien. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Sendung: hr-iNFO, 11.07.2020, 16.00 Uhr