Hacker an Computertastatur
Unbekannte klauen massenweise Datensätze. Bild © picture-alliance/dpa

In Nordhessen sind Datensätze von 550 Menschen geklaut und für Einkäufe verwendet worden. Öffentlich wurde der Datenklau durch ein Opfer, das selbst Ermittlungen anstellte. Hinweise auf die Täter gibt es noch nicht.

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Ermittler sind im Darknet auf 550 gestohlene Datensätze von Menschen aus Nordhessen gestoßen. Unbekannte hätten diese im verborgenen Teil des Internets für Betrug zur Verfügung gestellt. Mindestens 13 davon seien bereits missbräuchlich genutzt worden, bestätigte Polizeisprecher Jörg Künstler am Mittwoch dem hr.

Die Täter sollen mit den Daten Fake-Accounts bei Online-Versandhäusern angelegt und Bestellungen über die fremden Konten bezahlt haben. Die Schadenssumme belaufe sich auf knapp 10.000 Euro.

Privatperson führt Ermittlungen

Auslöser der Ermittlungen war eine Privatperson aus dem Werra-Meißner-Kreis, die selbst Opfer des Betrugs wurde. Der Mann habe eigenhändig im Darknet recherchiert, die Datensätze dort gefunden und die Polizei in Eschwege informiert. Er und weitere 13 Personen hätten inzwischen Anzeige erstattet.

Ob weitere Menschen direkt zu Schaden gekommen sind, sei derzeit noch nicht klar. "Die Ermittlungen sind erst am Anfang", so Künstler. Derzeit werten Ermittler die Informationen aus. Betroffene Personen und Bankkunden würden in den nächsten Tagen von der Polizei oder ihrer Hausbank angeschrieben. Hinweise auf die Täter gebe es bislang nicht.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 30.01.18, 16.45 Uhr