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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zwei Flugzeuge kollidieren in Frankfurt auf dem Rollfeld

Boeing 777 der Korean Air

Auf dem Rollfeld des Frankfurter Airports sind zwei Flugzeuge zusammengestoßen. Die Ermittler sprechen von einem "schweren Schaden". Die Flugschreiber der beiden Maschinen wurden sichergestellt.

Schrecksekunde auf dem Frankfurter Flughafen: Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Korean Air ist am Samstagabend nach der Landung auf dem Rollfeld mit einer Maschine von Air Namibia zusammengestoßen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag berichtete, soll es aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit beider Flieger keine Verletzten gegeben haben.

Fraport hält sich bedeckt

Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte den Zwischenfall am Sonntagmorgen gegenüber dem hr. Über die Ursache des Unfalls macht er aber keine Angaben. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig hat die Ermittlungen übernommen. Aktuell sei von einem "schweren Schaden" auszugehen. Über die genaue Schadenshöhe konnten zunächst aber keine Angaben gemacht werden.

Laut eines Sprechers wurden die Flugschreiber sichergestellt, Fotoaufnahmen gemacht und Funk- sowie Radar-Daten zur Auswertung nach Braunschweig geschickt. Eine seriöse Erklärung des Unfalls sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Zwischenfälle dieser Art seien "äußerst selten" und bedürften einer genauen Analyse.

Maschinen mussten abgeschleppt werden

Derweil gab die Deutsche Flugsicherung in Langen am Sonntag weitere Details zum Unfallhergang bekannt. Demnach landete die koreanische Boeing 777 auf der Südbahn und rollte Richtung Terminal. Der Pilot der nachfolgenden Air-Namibia-Maschine wollte an dem Flieger vorbei fahren, doch dann stieß die Flügelspitze seiner Maschine an das sogenannte Höhenruder des Korean-Air-Flugzeugs.

"Beide Maschinen mussten abgeschleppt werden", sagte eine Sprecherin der DFL. Kerosin sei jedoch nicht ausgelaufen.

Flugzeuge beschädigt

Durch die Kollision wurden das Höhenleitwerk der koreanischen Boeing 777 sowie eine Flügelspitze des Flugzeugs von Air Namibia beschädigt. Das südkoreanische Flugzeug konnte den Rückflug nach Seoul wegen der Beschädigungen erst 21 Stunden später als geplant starten. Den betroffenen Passagieren seien Hotelunterkünfte angeboten worden, hieß es.

Sendung: hr1, 17.11.19, 8 Uhr