Flammen schlagen aus dem Schulgebäude in Erbach.
Flammen schlagen aus dem Schulgebäude in Erbach. Bild © Keutz TV-NEWS

Nach dem Dachtstuhlbrand in einer Grundschule in Erbach fällt der Unterricht für diese Woche aus. Das Hauptgebäude musste gesperrt werden. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

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Nach einem Dachstuhlbrand ist das Hauptgebäude einer Grundschule in Erbach (Odenwald) bis auf weiteres gesperrt. Der Unterricht für die rund 300 Jungen und Mädchen soll am kommenden Montag (3. Dezember) weitergehen, erklärte der Leiter des Staatlichen Schulamtes in Heppenheim, Rainer Kilian, am Mittwoch.

Das Lehrerzimmer, das Zimmer des Schulleiters, Verwaltungsräume und zwei Klassenzimmer seien in dem Hauptgebäude untergebracht gewesen, sagte Kilian. Die beiden Klassen würden vorübergehend in eine andere Schule ausgelagert. Die Lehrer könnten zunächst in einer benachbarten Bankfiliale unterkommen.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Der Dachstuhl der Schule war gegen 1.30 Uhr in der Nacht zum Mittwoch in Flammen aufgegangen. Wie es zu dem Feuer in der Schule "Am Treppenweg" kam, war nach Polizeiangaben zunächst genauso unklar wie die Höhe des Sachschadens. Auch Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, sagte eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde niemand.

Wo der Brand ausbrach, stand zunächst nicht fest. Ob sich die Flammen von außen nach innen oder umgekehrt ausgebreitet haben, konnte auch noch nicht geklärt werden. Ein Großaufgebot der Feuerwehr bekämpfte die Flammen. Der Dachstuhl stürzte nach Angaben des Einsatzleiters der Feuerwehr teilweise ein. Nach rund fünf Stunden war der Brand unter Kontrolle. Die Löscharbeiten gingen aber bis in den Nachmittag. Eine Straße vor der Schule musste deshalb vorübergehend gesperrt werden.

Gebäude noch stabil?

Die Feuerwehr im Einsatz an der Grundschule.
Die Feuerwehr im Einsatz an der Grundschule. Bild © Raphael Stübig/hr

Ein Gutachter soll sich in den nächsten Tagen einen Überblick über den Brandherd und den Zustand des alten Hauses verschaffen. Unklar war, ob die Stabilität des Gebäudes noch gewährleistet ist.

Bereits der zweite Schulbrand

Anfang September hatte es in Erbach schon einmal in einer Schule gebrannt. In der Astrid-Lindgren-Schule löste an einem Freitagvormittag die Feuermeldeanlage aus. Lehrer brachten die Kinder ins Freie. Nach Polizeiangaben war das Feuer in einem Flur vor der Schulküche ausgebrochen. Ursache war laut Polizei Brandstiftung. Ein Kind hatte eingeräumt, vor der Schulküche gezündelt zu haben. Es entstand ein Schaden von etwa 70.000 Euro.

Einen Zusammenhang mit dem aktuellen Brand sieht die Polizei nicht.