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Orkantiefs haben 100.000 Bäume umgeweht

Die Sturmtiefs der vergangenen Woche haben in Hessen rund 100.000 Bäume umgeweht - vor allem Nadelbäume. Trotz der Schäden zeigt sich der Landesbetrieb Hessen Forst erleichtert.

Rund 100.000 Bäume, vor allem Nadelbäume, seien den jüngsten Sturmtiefs zum Opfer gefallen, teilte der Landesbetrieb Hessen Forst am Mittwoch in Kassel mit. Zunächst müsse nun daran gearbeitet werden, die Waldwege von umgestürzten Bäumen zu befreien. Vergangene Woche waren die drei Tiefs "Ylenia", "Zeynep" und "Antonia" über Hessen gezogen. Trotzdem zieht Hessen Forst eine positive Bilanz.

Kein Vergleich zu "Friederike" und "Kyrill"

"Es sind keine Schneisen entstanden", sagte eine Sprecherin. Die größten Löcher hätten vielleicht das Ausmaß einer Baumlänge. Zu wenig, als das dafür nachgepflanzt werden müsste, "in der Regel verjüngt sich das selbst", sagte die Sprecherin.

Frühere Stürme wie das Orkantief "Friederike" im Jahr 2018 oder der Orkan "Kyrill" im Januar 2007 hätten Verwüstungen angerichtet - "was jetzt umgeweht wurde, ist dagegen kein Vergleich", sagte die Sprecherin. Fünf Millionen Bäume pflanze Hessen Forst jedes Jahr neu.

Borkenkäfern keinen Nährboden bieten

Zwei Herausforderungen aber bringen die aktuellen Sturmschäden doch mit sich. Zum einen verteilen sie sich über ganz Hessen. Der Staatswald ist mehr als 340.000 Hektar groß und nimmt ein Drittel der heimischen Waldfläche ein. Es gibt nun keinen Schwerpunkt, an dem man gezielt und schnell die umgestürzten Bäume aus dem Wald holen könnte.

Die Zeit aber drängt. Die betroffenen Nadelbäume müssen vor dem ersten Flug des Borkenkäfers abtransportiert werden. Die Insekten, die auch großflächig ganze Wälder zum Absterben bringen, könnten je nach Witterung bereits im März unterwegs sein. Auf den nun frisch gefallenen Bäumen könnten sie sich ungehindert vermehren.

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