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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Verkehrsbehinderungen wegen Unwettern

ICE 3 der Deutschen Bahn

Unwetter haben am Sonntagabend im Rhein-Main-Gebiet den Bahn- und Flugverkehr behindert. ICE-Strecken wurden gesperrt, am Frankfurter Flughafen fielen Flüge aus. Die Polizei berichtete von einer Windhose und Verletzten im Kreis Offenbach.

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Unwetter-Update am Montag (19.08.19): Mehr als 20 Verletzte, Schäden in Millionenhöhe

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In einem Stellwerk der Bahn in Walldorf (Groß-Gerau) schlug am Sonntag gegen 18 Uhr ein Blitz ein. Seitdem war es außer Betrieb. Auf der viel befahrenen Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim wurde der Bahnverkehr gesperrt. Ein Ende konnte die Bahn gegen 21.30 Uhr nicht absehen. Techniker seien vor Ort.

Über die aktuellen Entwicklungen informierte die Bahn unter anderem auf ihrer Internetseite. Am Frankfurter Hauptbahnhof bildeten sich am Abend lange Schlangen vor den Informationsschaltern.

Lange Schlangen vor den Info-Schaltern der Bahn am Frankfurter Hauptbahnhof.

Betroffen war nach Angaben eines Bahn-Sprechers sowohl der Fern- als auch der Regionalverkehr. Unter anderem verläuft der ICE-Verkehr zwischen Amsterdam/Köln und Basel sowie zwischen München und Berlin über den betroffenen Abschnitt. Züge wurden über Mainz-Bischofsheim und Worms umgeleitet. Es kam laut Bahn zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten.

Der ICE 104 mit rund 450 Fahrgästen strandete auf dem Weg in Richtung Amsterdam gegen 18 Uhr am Bahnhof Groß-Gerau. Der Zug konnte laut Bahn vorerst nicht umgeleitet werden. Gegen 22 Uhr teilte das Unternehmen mit, dass der ICE nach rund vier Stunden wieder rollt. Der ICE 930 musste dagegen weiter warten.

UPDATE 4 ⚡Blitzeinschlag⚡ #ICE104 via, #ICE594 und #ICE1652 rollen endlich wieder! #ICE930 steht leider immer noch wegen Bäumen im Gleis und einer defekten Oberleitung im vorliegenden Streckenabschnitt.😭 https://t.co/kuAEJCe6Ls

[zum Tweet]

Bahnstrecke Hanau-Aschaffenburg gesperrt

Wegen Störungen der Oberleitungen sperrte die Bahn am Sonntagabend auch einen Teil der Strecke zwischen Frankfurt und Würzburg. Zwischen Hanau und Aschaffenburg (Bayern) fuhren keine Züge mehr. "Züge werden ohne den Halt Aschaffenburg via Schlüchtern umgeleitet", twitterte die Bahn. Es komme zu Verspätungen von 40 bis 60 Minuten.

Umgestürzte Bäume lagen an mehreren Orten auf den Gleisen und behinderten vor allem den Regionalverkehr. Auch hier konnte die Bahn ein Ende der Streckensperrung am Sonntagabend nicht abschätzen.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) meldete wegen des Unwetters Verspätungen und Ausfälle auf der Strecke zwischen Frankfurt und Darmstadt. Grund seien Oberleitungsstörungen. Betroffen seien Regionalbahnen und die S-Bahn-Linie S3. Auch auf anderen S-Bahn-Strecken gab es Probleme: unter anderem auf den Linien S2, S5 und S9.

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Infos von Bahn und RMV

Bahn- und S-Bahn-Reisende können sich hier über aktuelle Störungen informieren:

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Verletzte und hohe Unwetterschäden im Kreis Offenbach

Im Landkreis Offenbach waren die Unwetterschäden offenbar besonders groß. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen sagte dem hr gegen 21 Uhr, dass im Landkreis zahlreiche Bäume umgefallen seien. Sie seien auch auf Autos gestürzt. Insassen seien verletzt worden. Über Anzahl der Verletzten und die Schwere der Verletzungen konnte der Sprecher zunächst nichts sagen.

Möglicherweise kam es in der Region zu einer Windhose. Die Polizei sprach von einem "Tornado". Allein in Dietzenbach könnten laut dem Sprecher die Sachschäden in die Millionen gehen.

Umgestürzter Baum bei Rodgau-Jügesheim im Kreis Offenbach.

39 Flüge am Flughafen gestrichen

Auch der Frankfurter Flughafen hatte am Sonntagabend wegen des Unwetters Probleme gemeldet. Kurz vor 18 Uhr wurde für etwa 20 Minuten die Bodenabfertigung eingestellt, um Personal und Reisende zu schützen.

Wie ein Flughafen-Sprecher mitteilte, wurden im Laufe des Abends insgesamt 39 Flüge annulliert. Unklar war, ob alle wetterbedingt ausfallen mussten. Fünf Flüge wurden umgeleitet. Bei anderen Flügen kam es zu Verspätungen. Mit Blick auf das Nachtflugverbot ab 23 Uhr wurden Ausnahmegenehmigungen erteilt, damit Flüge auch noch später starten konnten.

Sendung: hr-iNFO, 18.08.2019, 19.00 Uhr