Das Limburger Landgericht
Laut Urteil des Limburger Landgerichts muss ein 45-Jähriger 13 Jahre ins Gefängnis. Bild © picture-alliance/dpa

Er führte ein Doppelleben und raubte mehr als 20 Banken aus, jetzt ist er schuldig gesprochen worden: Ein 45 Jahre alter ehemaliger Jura-Student muss für viele Jahre ins Gefängnis. Die Taten hat er gestanden.

Wegen einer Serie von Banküberfällen ist ein gescheiterter Jura-Student vom Landgericht Limburg zu einer Gefängnisstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Der 45-Jährige sei für mindestens 20 Überfälle auf Banken und Geschäfte verantwortlich, hieß es in der Begründung der Richter am Freitag.

Sein Geständnis sei als strafmindernd berücksichtigt worden. Der Mann aus Nordrhein-Westfalen soll mindestens 16 Jahre lang ein Doppelleben geführt haben.

Seine Familie wusste nichts

Laut Anklage hat er die Taten seit 2002 in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen begangen. Die Beute summiere sich auf 400.000 Euro. Damit habe der Mann seinen Lebensunterhalt finanziert. Den Ermittlungen zufolge wussten Freunde und Familie nichts von der kriminellen Karriere des 45-Jährigen – er gaukelte ihnen demnach vor, bei einem großen Autokonzern zu arbeiten.

Sendung: hr1, 02.11.18, 15.10 Uhr