Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rentner erschlagen: BGH hebt Urteil auf

Löscharbeiten der Feuerwehr. In dem Haus starb der 79 Jahre alte Bewohner im Dezember 2018.

Das Urteil gegen einen wegen Mordes verurteilten Mann aus Fulda ist vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden. Der Verurteilte soll einen Rentner erschlagen haben, um an dessen Geld zu kommen.

Wegen eines Rechtsfehlers hat der Bundesgerichtshof das Urteil gegen einen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilten Mann aus Fulda aufgehoben. Das Landgericht Kassel habe zwar das Tatgeschehen korrekt festgestellt, seinen Schuldspruch dann aber stellenweise falsch begründet, befanden die obersten Richter in Karlsruhe in ihrem am Montag veröffentlichten Beschluss (Az.: 2 StR 391/20).

Damit folgten sie in Teilen dem Revisionsantrag des Verurteilten und gaben das Verfahren zur Neuverhandlung nach Kassel zurück. Gleichzeitig befanden sie, dass der Mann nicht zusätzlich der "besonders schweren Brandstiftung" sondern nur der "Brandstiftung" schuldig sei. Daher müsse die Gesamtstrafe entsprechend angepasst werden.

79-Jährigen erschlagen und Haus angezündet

Der bei seiner Verurteilung im Mai vergangenen Jahres 40 Jahre alte Mann hatte 2018 in Volkmarsen-Lütersheim (Waldeck-Frankenberg) einen 79 Jahre alten Rentner in dessen Haus erschlagen, um an sein Geld zu kommen. Anschließend zündete er das Anwesen an. Mit den erbeuteten Kreditkarten richtete der 40-Jährige einen Schaden von rund 3.000 Euro an.

Der Angeklagte hatte in dem Prozess bis zum Schluss geschwiegen. Dass er am Ende verurteilt wurde, lag neben vielen Indizien auch daran, dass er nach seiner Festnahme während der Fahrt im Polizeiwagen trotz Belehrungen der Beamten die Tat zugegeben hatte.

Sendung: hr-iNFO, 26.04.2021, 13.00 Uhr