Nach dem Tod eines Mann wurde das Verfahren gegen sieben Polizisten eingestellt.

Nach dem Tod eines Mannes bei einem Polizeieinsatz hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen sieben Beamte eingestellt. Es habe sich kein hinreichender Tatverdacht gegen die Polizisten ergeben, sagte die Sprecherin der Behörde, Nadja Niesen, am Mittwoch.

Der 42-Jährige war im Juni 2017 im Stadtteil Höchst bewusstlos zusammengebrochen, als Polizei und Gerichtsvollzieher ihn wegen einer Räumungsklage aus seiner Wohnung holen wollten. Dagegen hatte sich der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft gewehrt. Zuvor hatte die Frankfurter Rundschau über die Einstellung des Verfahrens berichtet. Der Mann habe Vorerkrankungen im Bereich des Herzens und der Lunge gehabt, sagte die Sprecherin. Diese seien für die Beamten nicht erkennbar gewesen. Das aufgewendete Maß an Gewalt sei unter den gegebenen Umständen gerechtfertigt gewesen. An was der Mann letztlich starb, habe nicht ermittelt werden können. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos geblieben, die Polizei hatte zunächst auf einen "medizinischen Notfall" verwiesen.

Der Rechtsanwalt, der die Schwester des Toten als Nebenklägerin vertritt, sagte der Zeitung, er werde seiner Mandantin empfehlen, Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft einzulegen.