Ali B. und Mansoor Q. (rechts) vor dem Landgericht Wiesbaden
Ali B. und Mansoor Q. (rechts) vor dem Landgericht Wiesbaden. Bild © picture-alliance/dpa

Der wegen Mordes an der Schülerin Susanna angeklagte Ali B. steht seit Dienstagmorgen in einem zweiten Prozess vor Gericht. Gemeinsam mit einem Jugendlichen soll er eine Elfjährige vergewaltigt haben.

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zum Video Zweiter Prozess gegen Ali B.

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Im Prozess gegen Ali B. wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen ist am Dienstag vor dem Landgericht Wiesbaden nach etwa einer Stunde die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der mutmaßliche Mörder der Mainzer Schülerin Susanna sitzt in diesem Verfahren gemeinsam mit einem Jugendlichen auf der Anklagebank, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt ist.

Die Vorsitzende Richterin Annette Honnef begründete den Ausschluss mit dem jugendlichen Alter des Angeklagten und des Mädchens. Es gelte in beiden Fällen eine besondere Schutzpflicht.

Elfjährige vermutlich mehrfach vergewaltigt

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Polizisten vor dem Wiesbadener Landgericht

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vergewaltigungsprozess gegen Ali B. und Mansoor Q.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-jährigen Ali B. vor, das elf Jahre alte Mädchen Ende April 2018 in sein Zimmer in einer Wiesbadener Asylunterkunft gelockt und dort zum Sex gezwungen zu haben. Etwa einen Monat später sollen der irakische Flüchtling und der Mitangeklagte das Mädchen nacheinander in der Nähe eines Supermarkt-Parkplatzes vergewaltigt haben.

Laut Staatsanwaltschaft soll der mitangeklagte Afghane die Elfjährige ein weiteres Mal im April oder Mai in einem Wald sexuell missbraucht haben. Bei diesem Übergriff sei auch ein Bruder von Ali B. dabei gewesen, der jedoch noch strafunmündig ist. Er soll sich an dem Mädchen ebenfalls vergangen haben.

Mansoor Q. gab den entscheidenden Hinweis auf Ali B.

In dem zweiten Verfahren gegen Ali B. wegen Mordes an der 14 Jahre alten Susanna aus Mainz war es der jetzt mit ihm angeklagte Afghane, der den Polizisten den entscheidenden Hinweis auf ihren mutmaßlichen Mörder gab. Der 14-Jährige hatte sich bei der Polizei gemeldet und ausgesagt, dass Ali B. ihm von der Tat erzählt habe.

Dass sich Ali B. für die beiden Anklagepunkte in zwei verschiedenen Verfahren verantworten muss, liegt im Ermessen des Gerichts. Vermutlich soll der erst 14-jährige Mitangeklagte Mansoor Q. durch das eigene Verfahren vor der Jugendkammer geschützt werden. Ein Gerichtssprecher war für eine Auskunft dazu nicht zu erreichen. Das Landgericht wird für Ali B. aus den Bewertungen der beiden Verfahren eine Gesamtstrafe bilden.