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Warum die Schiersteiner Brücke erst 2023 freigegeben wird

Eigentlich sollte die neue Schiersteiner Brücke Anfang 2023 freigegeben werden. Nun soll sie frühestens Ende kommenden Jahres befahrbar sein - dabei ist sie schon fertig gebaut.

Erst sorgte die marode Salzbachtalbrücke vor Wiesbaden für Verkehrsprobleme, weil sie weg musste - nun bereitet sie Probleme, weil sie weg ist. Dreieinhalb Monate nach der Sprengung der A66-Brücke hat die Autobahn Gmbh West mitgeteilt, dass unter dem Wegfall der Salzbachtalbrücke die andere wichtige Wiesbadener Brücke leidet: Die Schiersteiner Brücke, die Wiesbaden mit Mainz verbindet, wird deswegen nicht wie geplant Anfang kommenden Jahres vollständig freigegeben - sondern frühestens gegen Ende 2023.

Denn sie dient mit ihrem bisher befahrbaren ersten Teil dem Verkehr, der wegen der erst gesperrten und dann gesprengten Salzbachtalbrücke auf der A66 rund um Wiesbaden ausweichen muss.

Um die neue Schiersteiner Brücke freizugeben, müsste man sie aber ein komplettes Wochenende komplett sperren, also dem Ausweichverkehr eine weitere Möglichkeit nehmen. Das will die Autobahn GmbH den Autofahrern und der Stadt Wiesbaden nicht zumuten.

Ursprünglich war die Freigabe für Anfang 2023 geplant

Der Schiersteiner Brücke war es wie so vielen anderen Brücken in Hessen ergangen: In den 1960er-Jahren für rund 20.000 Fahrzeuge pro Tag gebaut, rollten 2012 täglich 90.000 darüber. Das bis dato vierspurige Bauwerk wurde abgerissen, ein Neubau in den vergangenen Jahren fertiggestellt.

Schon Anfang 2021 wurde die letzte Lücke dieses Neubaus geschlossen. Die über die Schiersteiner Brücke laufende A643 sollte ab Anfang 2023 sechsspurig offen sein, hieß es im vergangenen Oktober. Nun aber ist klar: Während die eine für den Verkehr rund um Wiesbaden so wichtige Brücke fehlt, ist die andere fertig - aber noch lange nicht nutzbar.

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