Einsatzkräfte des THW lassen einen Tauchroboter zu Wasser.

Die Einsatzkräfte haben die Suche nach dem vermissten 23-Jährigen im Aje-See bei Eppertshausen am Montagmittag eingestellt. Hinweise auf den jungen Mann, der bei einer Party in dem See verschwunden war, fanden sie nicht.

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zum Video Suchaktion - 23-Jähriger in See vermisst

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Mit Sonden und Tauchrobotern hatten die Einsatzkräfte den Aje-See bei Eppertshausen (Darmstadt-Dieburg) am Montag nach dem 23-Jährigen abgesucht, der seit der Nacht zum Samstag vermisst wird. An drei Punkten habe die Sonde Auffälligkeiten angezeigt, doch die genauere Suche mit dem Roboter habe keine Ergebnisse gezeigt, berichtete eine Sprecherin der Polizei. Deshalb sei die Suche gegen 13 Uhr eingestellt worden.

Der junge Mann aus Seligenstadt (Offenbach) war in der Nacht zum Samstag offenbar in den See gestürzt und nicht mehr aufgetaucht. Zunächst war gemeldet worden, er sei zum Baden in den See gegangen. Ein Feuerwehrsprecher berichtete aber von Zeugenangaben, denen zufolge er abgestürzt war. Rund 40 Menschen hatten an dem See verbotenerweise eine Geburtstagsparty gefeiert und gebadet.

Erschwerte Suchbedingungen

Bereits am Sonntag hatte die Polizei mit Spürhunden, Tauchroboter und Sonargeräten nach dem 23-Jährigen sowohl auf dem Wasser als auch am Ufer und im angrenzenden Wald weiter gesucht, nachdem erste Suchen erfolglos geblieben waren. Weil dabei mit dem Sonar im See etwas geortet wurde, sollten nun auch Taucher ins Wasser steigen und nach dem Mann suchen.

Das Baden im Aje-See ist laut Polizei schon lange verboten. Der See ist ein vollgelaufener Steinbruch, wo ehemals Baumaterialien und Schotter abgebaut wurde. Er befindet sich in einem Waldgebiet abseits von Eppertshausen. Auf dem Grund des bis zu 30 Meter tiefen Sees liegen zudem alte Gerätschaften, an denen sich die Taucher verletzen könnten. Für die Suche ist außerdem erschwerend, dass die Sicht unter Wasser sehr schlecht ist.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 29.06.2020, 16.45 Uhr