In Madeira stürzte ein Reisebus mit Deutschen eine Böschung hinab.
In Madeira stürzte ein Reisebus mit Deutschen eine Böschung hinab. Bild © picture-alliance/dpa

Die auf Madeira verunglückte Reisegruppe hatte ihren Urlaub größtenteils bei einem Frankfurter Veranstalter gebucht. Bei dem Busunfall auf der portugiesischen Atlantik-Insel kamen am Mittwochabend 29 Menschen ums Leben, viele weitere wurden schwer verletzt.

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Der Frankfurter Reiseveranstalter trendtours veröffentlichte am Donnerstag eine Stellungnahme zu dem Busunglück auf Madeira. Darin heißt es, nach Kenntnis des Unternehmens hätten 51 eigene Gäste in dem Bus gesessen, der am Mittwochabend im Ort Canico eine Böschung hinabgestürzt war und sich mehrfach überschlagen hatte.

Bei dem Unglück waren 29 Menschen ums Leben gekommen, 27 wurden zum Teil schwer verletzt. trendtours zufolge war die Gruppe mit dem von einem lokalen Veranstalter gecharterten Bus auf dem Weg zu einer Abendveranstaltung in der nahe gelegenen Hauptstadt Funchal.

Reiseunternehmen: "Sind zutiefst erschüttert"

"Wir sind alle zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen", teilte trendtours mit. Woher genau die Opfer stammten, ob auch Urlauber aus Hessen darunter sind, war zunächst nicht bekannt.

Weitere Informationen

Hotline für Angehörige

Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Die Nummer lautet 030 / 5000 3000

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Nach Informationen der Deutschen Presseagentur sind unter den 29 Toten vermutlich 27 Deutsche. Die portugiesischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, alle getöteten Urlauber hätten deutsche Staatsangehörigkeit. Es handele sich um 17 Männer und 12 Frauen. Die Opfer sollen zwischen 40 und 60 Jahre alt sein. Die Bundesregierung machte zunächst keine Angaben über die Zahl der ums Leben gekommenen Deutschen.

Außenminister nach Madeira gereist

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ist am Donnerstag selbst nach Madeira gereist. Er traf dort seinen Amtskollegen Augusto Santos Silva, besuchte die Unglücksstelle, an der er einen Kranz niederlegte, und dankte den Hilfskräften. Vor seiner Rückreise wollte er außerdem Verletzte im Krankenhaus besuchen.

Warum der Bus von der Straße abkam und eine Böschung hinabstürzte, ist noch unklar. Portugiesische Medien hatten am Mittwochabend von einem klemmenden Gaspedal berichtet. Dies wurde von offizieller Seite bislang nicht bestätigt. Ein leicht verletzter Urlauber schilderte gegenüber portugiesischen Medien, nach seinem Eindruck hätten die Bremsen versagt.