Eingeschneites Straßenschild

Ein Tiefdruckgebiet hat Regen und Schnee im Gepäck. Im Bergland wird es richtig winterlich. Autofahrer müssen sich auf glatte Straßen einstellen. Lange währt die weiße Pracht aber wohl nicht.

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hs
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Hessen steht ein Wetterwechsel bevor, dabei erleben zumindest Teile des Landes Winterimpressionen. Nach Auskunft von hr-Wetterexperte Andreas Wagner nähert sich von Nordwesten her ein Tiefdruckgebiet, das am Montagabend und in der Nacht verbreitet Niederschläge bringt. Dabei kann es vor allem in den Hochlagen kräftig schneien.

"Richtig winterliche Verhältnisse"

Bereits gegen 19 Uhr fallen die ersten Flocken und Tropfen. In den Kasseler Bergen und im Upland sollten sich Autofahrer schon auf Schneematsch einstellen. Ab Mitternacht ist dann ganz Hessen von Niederschlägen betroffen, die am Rhein und in den Niederungen durchweg als Regen fallen. In den höheren Lagen von Spessart und Rhön, aber auch im Odenwald gibt es hingegen zum Teil kräftige Schneefälle.

Oberhalb von 300 bis 400 Metern sollte man als Autofahrer nur noch mit Winterreifen unterwegs sein, empfiehlt der Meteorologe. Bis zum Morgen könnten in höheren Lagen zwei bis vier Zentimeter Schnee liegen, auf den Gipfeln können es sogar bis zu sieben Zentimeter sein.

"Es gibt richtig winterliche Verhältnisse“, sagt Wagner. Dort, wo Regen auf durchgefrorenen Boden fällt, droht außerdem Glatteis. Dienstagfrüh im Berufsverkehr ist Vorsicht geboten.

Rodeln nur in den höchsten Lagen

Im Flachland wird von weißer Pracht wenig zu sehen sein. "Ich kann nicht ausschließen, dass in Frankfurt morgens ein paar nasse Flocken fallen", meint Wagner. Im Umland könne es auch "angezuckert“ sein. Mehr wird es wohl nicht.

Der meiste Schnee taut im Laufe des Tages bei Temperaturen um vier bis sechs Grad wieder weg. "Es ist eine Generalprobe des Winters", sagt Wagner. Die Schnee-, Regen- und Graupelschauer lassen nach. Rodelpartie oder Schneeballschlacht sind allenfalls in den höchsten Lagen von Wasserkuppe und Upland, eventuell auch auf dem Feldberg möglich. Hier hält sich der Schnee bei Werten um den Gefrierpunkt länger.

Kein weiterer Wintereinbruch in Sicht

Nachschub ist erst einmal nicht zu erwarten. Der Mittwoch und der Donnerstag werden wieder vielfach neblig-trüb und bleiben meist trocken. "Ein neuer Wintereinbruch ist nicht in Sicht."

Ob der Freitag weitere Schneeschauer bringt, ist Wagner zufolge noch nicht klar. "Das hängt davon ab, wie gut sich das Tiefdruckgebiet durchsetzen wird."

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 30.11.2020, 19.30 Uhr