Der Feldberg im Schnee.

Die Appelle, auf Tagesausflüge in den Schnee zu verzichten, haben offenbar gewirkt: Trotz schönsten Wetters ging es in den hessischen Wintersportgebieten überwiegend entspannt zu. Die Parkplätze waren dennoch proppenvoll.

Videobeitrag

Video

zum Video Winterausflug - aber kein Massenandrang

hessenschau
Ende des Videobeitrags

Schöne Winterlandschaften bei Sonnenschein genießen - das blieb in Hessens Wintersportgebieten am Sonntag vor allem Frühaufstehern vergönnt. Die Parkplätze waren im ganzen Land schnell voll.

Das Polizeipräsidium Osthessen teilte über Twitter mit, dass die Parkplätze rund um den Hoherodskopf bereits am Sonntagvormittag ausgeschöpft waren und appellierte an die Menschen, den Bereich zu meiden. Von einem Massenandrang konnte allerdings nicht die Rede sein: "Es ist alles ganz ruhig bei uns", sagte ein Sprecher über die Situation an der Wasserkuppe und am Hoherodskopf.

Wasserkuppe am Sonntag

Kein Verkehrschaos am Feldberg

Auch am Feldberg gab es kein Verkehrschaos, obwohl viele Besucher mit dem Auto anreisten. "Die Parkplätze rund um die Sperrungen sind alle gut befüllt", teilte ein Sprecher der Polizei Westhessen mit. "Aber der Verkehr läuft noch. Im Moment ist das noch gut zu händeln."

Die Zufahrtsstraßen rund um den Großen Feldberg sind noch bis einschließlich kommenden Montag gesperrt. Dabei wurde auch auf Schneebruchgefahr und umgestürzte Bäume verwiesen.

Wild geparkte Autos im Rheingau-Taunus-Kreis

Auch im Rheingau-Taunus-Kreis waren laut Polizei die meisten Parkplätze und Straßen an den Naherholungsgebieten am Sonntagmorgen weitestgehend besetzt. Es seien zusätzliche Sperrungen eingerichtet worden. Ein Polizeisprecher berichtete, es habe mehrere Bereiche mit starker Zufahrt gegeben. "Leute haben teilweise Sperrungen weggeräumt und sich mit dem Auto festgefahren." Dennoch sei es nicht zu größeren Verkehrseinschränkungen gekommen.

Die Feuerwehr Wiesbaden beklagte wegen "rücksichtslos abgestellter, wild geparkter" Autos eine verzögerte Anfahrt zu einem Rettungseinsatz im Taunus. Eine ältere Frau war im verschneiten Wald gestürzt und hatte sich schwer verletzt.

Eine gestürzte Person wurde am Sonntag gerettet.

In Kassel "von Chaos keine Spur"

In Kassel berichteten die Beamten am Morgen via Twitter, dass schon viel los sei am Ausflugsziel Hohes Gras. "Einzelne Parkplätze sind voll, aber von Chaos keine Spur", teilte in Polizeisprecher mit.

Am Nachmittag teilte die Polizei Nordhessen auf Twitter mit, die Parkplätze am Hohen Meißner seien belegt, es könne zu kurzfristigen Sperrungen der Zufahrten kommen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Weniger Andrang in Ausflugsgebieten

Mutter und Tochter rodeln im Taunus unter einem Baum durch, der durch die Schneelast umgefallen ist.
Ende des Audiobeitrags

Entspannte Lage in Willingen

Im Wintersportort Willingen galt bereits seit Freitag ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge. Bürgermeister Thomas Trachte hatte angekündigt, das Ordnungsamt werde mit Unterstützung der Polizei über die Einhaltung des Verbots wachen.

Bei Verstößen wolle man die Besucher zunächst aufklären. Spaziergänge seien möglich, auch die Zufahrt sei offen. "Sollte sich aber wieder ein Besucheransturm ergeben, wären wir auch in der Lage, Straßen zu sperren."

Ein Polizeisprecher fasste die Lage vor Ort am Sonntag zusammen: "Entspannt." Es habe nur kleine Gruppen auf den gesperrten Skipisten gegeben, insgesamt sei die Lage ruhig.

Bereits am Samstag kein Ansturm

Betretungsverbote, gesperrte Zufahrtsstraßen und verstärkte Kontrollen sollten Menschenansammlungen in den hessischen Wintersportgebieten verhindern.

Bereits an den vergangenen Tagen war appelliert worden, touristische Ausflugsziele angesichts der Corona-Pandemie zu meiden. Schon am Samstag hielten sich viele daran - der befürchtete Massenandrang blieb aus.

Sendung: hr3, 10.01.2021, 13.00 Uhr