Viele Studierende vor ihrem Darmstädter Wohnheim, das sie wegen erhöhter Kohlenmonoxid-Werte verlassen mussten

200 Menschen mussten raus: Ein Studentenwohnheim und eine Kita sind in Darmstadt geräumt worden. Mehrere Kinder kamen sicherheitshalber ins Krankenhaus.

Wegen des Verdachts auf einen Gasaustritt in einem Kindergarten in Darmstadt-Kranichstein sind am Freitag eine Kita und ein benachbartes Studentenwohnheim evakuiert worden. Rund 200 Menschen mussten laut Feuerwehr die Gebäude verlassen.

Am Morgen war in den Räumen des Kindergartens ein verdächtiger Geruch festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Bei dem anschließenden Großeinsatz wurde von der Feuerwehr bei Messungen dann ein erhöhter Kohlenmonoxid-Wert festgestellt.

Fünf Menschen zur Beobachtung im Krankenhaus

Vier Kindern und ein Erwachsener wurden ins Krankenhaus gebracht, weil bei ihnen ebenfalls erhöhte Kohlmonoxid-Werte festgestellt wurden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem hr. Das diene nur der Überwachung. Er rechne damit, dass alle die Klinik im Lauf des Tages wieder verlassen können.

Nachdem eine Heizungsanlage ausgestellt worden war, normalisierten sich die Werte in den Gebäuden im Lauf des Tages wieder und die Studenten konnten zurück in ihre Zimmer. Ein Glück für sie: Da das Wohnheim auch über eine Fernwärmeeinrichtung verfügt, müssen sie wegen der stillgelegten Heizung am Wochenende nicht frieren.

Ob der verdächtige Geruch von der Heizung stammte, muss noch geklärt werden. Das hochgiftige Kohlenmonoxid selbst ist geruchlos, geschmacklos und farblos.