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zum Video Vier Menschen sterben bei Unfall auf der A5

Einsatzkräfte an der Unfallstelle auf der A5

Bei einem verheerenden Unfall auf der Autobahn 5 bei Friedberg sind vier Menschen aus Hessen getötet worden, zwei weitere Personen schweben in Lebensgefahr. Schuld war möglicherweise ein Falschfahrer.

Tote und Verletzte in vier Autowracks, Trümmerteile weithin verteilt, auf der Fahrbahn auch ein herausgerissener Motorblock: Den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und medizinischem Notdienst bot sich auf der A5 an der Anschlussstelle Friedberg (Wetterau) ein Bild der Verheerung. Bei dem schweren Unfall, der sich dort am frühen Sonntagmorgen kurz vor 5 Uhr in Fahrtrichtung Kassel ereignet hat, sind nach Polizeiangaben vier Menschen getötet worden, mehrere wurden verletzt.

Drei der getöteten Unfallopfer lebten im Kreis Gießen: eine 19-Jährige, ein 19-Jähriger und ein 33-Jähriger. Auch ein 68 Jahre alter Mann aus Frankfurt starb. Zwei weitere 19-Jährige - eine Frau und ein Mann aus dem Kreis Gießen - brachte man mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Ein Rettungshubschrauber wurde eingesetzt.

Kurz vor dem Unfall am frühen Morgen war laut Polizei von der A5 ein Falschfahrer gemeldet worden. "Nach jetzigem Kenntnisstand müssen wir davon ausgehen, dass er offenbar mit dem Unfallhergang auch noch zu tun hat", sagte eine Polizeisprecherin.

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Audioseite Unfall auf der A5 bei Friedberg mit vier Toten

Autowrack in der Leitpanke der A5
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Gewissheit über die Beteiligung eines Falschfahrers und die Unfallursache gab es bis zum frühen Nachmittag nicht. Ein Sachverständiger soll helfen, die Frage zu beantworten. Die Unfallstelle erstreckt sich über mehrere hundert Meter.

Die Autobahn war in Richtung Norden bis zum Mittag komplett zwischen Friedberg und Ober-Mörlen (Wetterau) gesperrt. Ab dem Bad Homburger Kreuz bildete sich ein kilometerlanger Stau. Gegen 12.30 Uhr war die Unfallstelle geräumt, und die Polizei hob die Sperrung der Autobahn auf. Die Räumung dauert auch deshalb so lange, weil an der Unfallstelle viel Öl und Sprit ausgelaufen war.

Es ist der wohl seit Jahren schwerste Verkehrsunfall in Hessen. 2013 starben fünf Menschen auf einer Bundesstraße bei Heidenrod auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit. Als Ursache nannten Ermittler damals das riskante Überholmanöver eines anderen Fahrzeugs.

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