Babyleiche in Viernheim gefunden
Nach dem Fund der Babyleiche durchsuchten Polizisten den Fundort. Bild © hr

Im Fall der Babyleiche aus Viernheim hält die Staatsanwaltschaft die Mutter zwar für die Täterin, aber nicht für schuldfähig. Sie soll an einer psychischen Erkrankung leiden.

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zum hr-fernsehen.de Video Mutter gefunden: Fall "Babyleiche von Viernheim" geklärt

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Die Mutter des toten Babys, das im September 2017 bei Viernheim (Bergstraße) gefunden wurde, soll nach Antrag der Staatsanwaltschaft dauerhaft in der Psychatrie bleiben. Eine seelische Erkrankung schließe ihre Schuldfähigkeit aus, sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann am Freitag in Darmstadt. Grundlage dieser Einschätzung sei ein psychatrisches Gutachten.

Die 31-Jährige aus Mannheim ist bereits vorläufig in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Über die dauerhafte Unterbringung entscheiden muss nun das Landgericht Darmstadt.

Babyknochen in Wickeltasche gefunden

Vor knapp einem Jahr wurden die Knochen eines Babys in einem Wald bei Viernheim in Südhessen gefunden. Ein Pilzsammler hatte das Skelett in einer Wickeltasche entdeckt. Den Ermittlungen zufolge kam das Baby am 22. März auf die Welt und lebte mindestens drei Wochen. Der Säugling soll bereits mit Drogen in Berührung gekommen sein. Die Todesursache des Babys habe nicht eindeutig festgestellt werden können, da nur noch seine Knochen gefunden wurden. Diese seien aber unversehrt gewesen. Auf die Mutter waren die Ermittler nach einem Hinweis aus dem nahen Baden-Württemberg aufmerksam geworden.