Bei dem Brand in einem Zug der Cantus-Bahn bei Neu-Eichenberg ist der Lokführer schwer verletzt worden. Ausgelöst wurde der Unfall offenbar durch einen Vogel.

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Ein Zug der Cantus-Bahn geriet am Montag zwischen Neu-Eichenberg (Werra-Meißner) und Göttingen mit dem Stromabnehmer in eine herabhängende Oberleitung und fing Feuer. Wie ein Sprecher der Bundespolizei dem hr sagte, geriet der Triebwagen in Brand. Der 40 Jahre alte Lokführer erlitt schwere Verbrennungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Göttingen geflogen.

Die Bundespolizei geht davon aus, dass ein Vogel das Unglück auslöste. An der Unfallstelle wurde ein toter Vogel gefunden. Vermutlich, so der Polizeisprecher, habe das Tier einen Kurzschluss an der Oberleitung ausgelöst, wodurch der Haltemechanismus der Leitung beschädigt wurde. Die Cantus-Bahn fuhr dann in die Leitung und riss sie über eine längere Strecke ab.

Strecke gesperrt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vogel fliegt in Oberleitung - Zug fängt Feuer

Auf der Bahnstrecke bei Neu-Eichenberg verursachte ein Vogel einen Unfall, bei dem die Oberleitung der Bahn abgerissen wurde. Der Zugführer wurde schwer verletzt.
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In dem Zug saßen laut Polizei rund 40 Fahrgäste. Ihnen passierte nichts, allerdings erlitt eine Frau einen Schock. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Reisenden wurden mit einem Ersatzzug über das Nachbargleis von der Unfallstelle weggebracht. Die Strecke zwischen Göttingen und Neu-Eichenberg wurde gesperrt - für wie lange, ist noch unklar. Eine Sprecherin der Bahn sagte, die Sperrung dauere vermutlich mindestens bis in die Abendstunden.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 22.06.2020, 19.30 Uhr