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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Aussage im Volkmarsen-Prozess

Einsatzkräfte nehmen an der Unfallstelle in Volkmarsen Spuren auf.

Im Prozess um die Auto-Attacke in Volkmarsen hat die Mutter eines Opfers ausgesagt. Dabei beschrieb sie auch den Moment, als das Auto des Angeklagten Maurice P. auf ihre Tochter zuraste.

Es ist ein besonderer Moment im Prozess gegen Maurice P. - angeklagt wegen versuchten Mordes in 91 Fällen. Vor dem Landgericht Kassel sagte am Dienstag eine Mutter aus, deren Tochter bei der Attacke schwer verletzt wurde. Beide waren Teilnehmerinnen beim Rosenmontagsumzug 2020 in Volkmarsen (Waldeck-Frankenberg), bei dem ein Amok-Fahrer sein Auto in die Menschenmenge steuerte.

Die Mutter schilderte, wie das Auto an ihr vorbei in eine Gruppe gefahren sei, in der sich ihre Tochter aufhielt. "Ich wusste, dass sie gleich von einem Auto angefahren wird", beschrieb die 43-Jährige den Moment. Sie sei dann dem Auto hinterhergelaufen und habe ihre Tochter blutend und bewusstlos auf dem Boden liegend gefunden.

Schädel-Hirn-Trauma, Schnittwunden, gebrochene Gelenke

Die Tochter ist heute 22 Jahre alt. Sie selbst kann sich nicht an die Tat erinnern. Laut Arztbericht erlitt sie ein Schädel-Hirn-Trauma, Schnittwunden im Gesicht und an den Fingern sowie ein gebrochenes Sprunggelenk. Sie habe bis heute zeitweise Konzentrationsschwierigkeiten. Deshalb habe sie auch ihr Studium um zwei Semester verlängern müssen.

Der Angeklagte war laut Generalstaatsanwaltschaft am 24. Februar 2020 in eine Zuschauermenge und den Rosenmontagsumzug in Volkmarsen gefahren. Über 90 Menschen, darunter viele Kinder, erlitten teils schwere Verletzungen. Weitere Opfer trugen seelische Wunden davon, die Ermittler gehen von insgesamt mehr als 150 Betroffenen aus.

Der Angeklagte von Volkmarsen, Maurice P., beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Kassel

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem heute 30 Jahre alten mutmaßlichen Täter Maurice P. 91-fachen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung in 90 Fällen sowie gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Das Motiv für die Tat ist bisher völlig unklar. Gegenüber Ermittlern äußerte sich der Angeklagte nicht - er schweigt seit seiner Festnahme nach der Tat.