Feuerwehrleute bei Waldbrand in Mörfelden

Tagelang hat ein Waldstück bei Mörfelden-Walldorf in der Nähe des Frankfurter Flughafens gebrannt. Die Feuerwehr konnte das Gelände nicht betreten, weil Munition im Boden lagert. Jetzt kam Hilfe von oben.

Flammen, Glutnester, glimmende Äste und Bäume: Seit Sonntagnachmittag hat ein Waldstück zwischen Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau) und dem Frankfurter Flughafen gebrannt. Am Donnerstag meldete die Feuerwehr schließlich: "Das Feuer ist aus". Der Regen habe dabei sehr geholfen, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Mörfelden-Walldorf, Theo Herrmann.

Nach einer Explosion in der Nacht zum Montag hatte der Kampfmittelräumdienst ein knapp 20 Hektar großes Areal zur Gefahrenzone erklärt. Die Einsatzkräfte mussten die Flammen vom Rand dieser Zone bekämpfen, da sie vermuteten, dass sich auf dem Areal Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg befinden.

Nun liefen noch Nachlöscharbeiten, es gebe noch Rauchentwicklung. Der Wald sei weiter gesperrt. Die Brandursache sei unklar, auch, was genau die Explosion verursachte. Die Polizei bittet zudem Ausflügler, die am Sonntag in der Gegend unterwegs waren und möglicherweise verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.

Löschwasser aus dem Badesee

An den Löscharbeiten waren Feuerwehren aus Mörfelden-Walldorf, den Landkreisen Offenbach, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, der Stadt Frankfurt und der Werksfeuerwehr des Flughafens beteiligt. Nach Tagen im Einsatz war der Feuerwehr das Wasser ausgegangen. Noch am Dienstag hatten das Gewitter und die Regenschauer, die über das Rhein-Main-Gebiet zogen, das brennende Waldgebiet verfehlt. Zu Beginn hatte die Feuerwehr Löschwasser vom Flughafen genutzt, dann nutzten die Einsatzkräfte Wasser aus dem Badesee in Walldorf.

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Wegen Corona ist der im Moment für Gäste geschlossen. Mit Hilfe von zwei Pumpen floss das Wasser zum Waldgebiet, durch 1.700 Meter lange rote Schläuche. Theo Herrmann hatte eigentlich damit gerechnet, dass der Einsatz noch bis Samstagfrüh andauern würde. Doch jetzt kam Hilfe von oben.