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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Größter Feuerwehreinsatz, den Mörfelden-Walldorf gesehen hat"

Einsatzkräfte der Feuerwehr Mörfelden-Walldorf vor Ort

Tagelang brannte in der vergangenen Woche ein Waldstück in Mörfelden-Walldorf nahe dem Frankfurter Flughafen. Jetzt ist klar: Der Schaden geht in die Hunderttausende. Bis alles wird, wie es mal war, werden Jahre vergehen.

Bei dem mehrere Tage dauernden Waldbrand in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau) von vor einer Woche ist ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro entstanden. Diese Zahl nannte Klaus Velbecker vom zuständigen Forstamt Groß-Gerau am Montag.

"Es wird fünf bis zehn Jahre dauern"

Demnach müssten insgesamt 19 Hektar Wald mit rund 190.000 Bäumen aufgeforstet werden. "Es wird etwa fünf bis zehn Jahre dauern, bis von dem Waldbrand nichts mehr zu sehen sein wird", sagte Velbecker. Man werde bei der Wiederaufforstung nur auf Laubholzarten setzen, um die Waldbrandgefahr zu minimieren.

Der Brand war am Sonntag, den 9. August ausgebrochen. Feuerwehren aus Mörfelden-Walldorf, den Landkreisen Offenbach, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, der Stadt Frankfurt sowie die Werksfeuerwehr des Flughafens beteiligten sich an den Löscharbeiten. Die genaue Ursache ist bis heute unklar. Zu jener Zeit herrschte im Land aber eine große Trockenheit.

Explosionen während Einsatz

Während des Einsatzes war es auch zu Explosionen gekommen. Vermutlich war dort Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Der Kampfmittelräumdienst richtete daraufhin eine Sicherheitszone ein, weshalb die Einsatzkräfte teilweise nicht zu den Flammen vordringen konnten.

Diese loderten immer wieder auf. Das Löschwasser musste zum Teil aus dem Badesee der Stadt geholt werden. Bei dem Brand wurden auch mehr als 50 Schläuche zerstört, die aus Sicherheitsgründen in dem Waldstück zurückgelassen wurden. Die Gesamtkosten für den Feuerwehreinsatz müssen noch kalkuliert werden.

Über 300 Einsatzkräfte in der Spitze

"Das war der größte Feuerwehreinsatz, den Mörfelden-Walldorf erlebt hat", sagte Bürgermeister Thomas Winkler (Grüne). "Wir haben hier in der Spitzenzeit über 300 Feuerwehrleute direkt vor Ort gehabt."

Erst nach vier Tagen galt das Feuer als im Großen und Ganzen gelöscht. Danach gab es noch Nachlöscharbeiten. Nach Worten von Theo Herrmann, Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Mörfelden-Walldorf, war der Einsatz erst am vergangenen Samstag, sechs Tage nach Ausbruch des Feuers beendet.

Sendung: hr-iNFO, 17.08.2020, 18.45 Uhr