Schwesta Ewa
Schwesta Ewa auf der Bühne. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Die verurteilte Frankfurter Rapperin Schwesta Ewa ist in einem Stuttgarter Hotel von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Sie hatte ein Foto von Waffen ins Internet gestellt.

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"Ey krass Alter, Leute ...!" So kommentierte die Frankfurter Rapperin Schwesta Ewa am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram, was sie kurz zuvor in einem Hotel in der Stuttgarter Innenstadt erlebt hatte: Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte sie dort am Freitag vorläufig festgenommen. Der Anlass: Sie hatte ein Foto von echt aussehenden Waffen ins Internet gestellt.

Die Polizei konnte den Aufenthaltsort der Musikerin ermitteln und sperrte gegen 10.30 Uhr die Lautenschlager Straße in der baden-württembergischen Hauptstadt ab, wie ein Polizeisprecher hessenschau.de auf Anfrage sagte.

"Ich wurde nackt aus dem Schlaf geholt"

Laut Polizeibericht wurde die 33-Jährige, die eine Bekannte bei sich gehabt habe, gegen 16.10 Uhr, also mehr als fünf Stunden später, festgenommen. Sie selbst gab in ihrem Instagram-Video an, sie sei "aus dem Schlaf - nackt" geholt worden. Der Polizeisprecher wollte das weder bestätigen noch dementieren.

Weil die Beamten in dem Hotelzimmer keine Waffen fanden, wurde die Rapperin wieder freigelassen. Sie habe angegeben, die Bilder selbst aus dem Internet kopiert zu haben, so die Polizei. Es werde geprüft, ob ihr die Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden können.

In Frankfurt wegen Körperverletzung verurteilt

Ewa Malanda alias Schwesta Ewa war im Juni 2016 in einem Aufsehen erregenden Prozess vom Landgericht Frankfurt wegen gefährlicher Körperverletzung und Steuerhinterziehung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, ist aber derzeit auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft und Schwesta Ewa haben Revision gegen das Urteil eingelegt. Angeklagt war die Musikerin auch wegen ausbeuterischer Zuhälterei und Menschenhandels. Einige Zeuginnen hatten sie aber entlastet.

Ermittlungsverfahren wegen Verleumdung und Beleidigung

Ein halbes Jahr nach ihrer Verurteilung hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft zwei weitere Ermittlungsverfahren gegen Schwesta Ewa wegen Verleumdung und Beleidigung eingeleitet. Sie hatte öffentlich behauptet, sie sei von einem Justizvollzugsbeamten sexuell belästigt worden und hatte Staatsanwälte als "Bastarde" bezeichnet.