Ein schneebedeckter Wald an einem Berghang aus der Luft fotografiert, im Hintergrund geht die Sonne unter.

Zum Wochenende kündigt sich in Hessen ein erster Wintereinbruch an. Vor allem in den Mittelgebirgen könnte die Rodel- und Schneemann-Saison eröffnet werden - mit einer bis zu 20 Zentimeter dicken Schneedecke.

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zum Video alle wetter! vom 24.11.2021

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Pünktlich zum ersten Adventswochenende erwartet Hessen den ersten Schnee der Saison. "Wer danach sucht, wird am Sonntagabend zehn Zentimeter Schnee finden", sagt hr-Meteorologe Ingo Bertram. "Man könnte also einen Schneemann bauen und im Schnee spazieren gehen."

Gelegenheiten dazu könnte es etwa im Taunus, in der Rhön oder auf dem Ettelsberg (Waldeck-Frankenberg) geben. Denn im Bergland werde der Schnee ziemlich sicher liegenbleiben, prophezeit Bertram. Auf den höchsten Gipfeln schließt er sogar Schneehöhen von bis zu 20 Zentimetern nicht aus.

Stärkere Niederschläge ab Samstag

Schon am Donnerstag und Freitag kann es vereinzelt regnen oder schneien. "Das ist aber eher noch eine Randerscheinung", sagt Bertram. "Am Donnerstag haben wir noch ruhiges Wetter, weil das aktuelle Hochdruckgebiet abzieht." Ab Freitag gibt es deutschlandweit die ersten Niederschlagsgebiete - etwa im Alpenvorland und aus Richtung der Benelux-Staaten im Westen.

In der Nacht zum Samstag erreichen Regen und Schnee dann auch Hessen. "Ich gehe sehr sicher davon aus, dass es in ganz Hessen zeitweise nass wird", erklärt Bertram. "Im Bergland über 300 bis 400 Metern werden die Niederschläge durchweg Schnee sein." In den Tälern könne es sowohl Schnee als auch Regen und Schneeregen geben.

Verkehrsbehinderungen möglich

Für das kommende Wochenende empfiehlt der hr-Meteorologe allen, die im Straßenverkehr unterwegs sind, besonders vorsichtig zu fahren. Nicht nur in den mittleren und höheren Lagen rechnet Bertram mit Verkehrsbehinderungen: "Wenn es kräftige Niederschläge gibt, kann es auch im Flachland Überraschungen geben - zum Beispiel Schneematsch auf den Straßen."

Leicht erhöhte Chance auf weiße Weihnachten

Exakt einen Monat vor den Weihnachtsfeiertagen lohnt sich auch ein vorsichtiger Vorausblick auf die Wetterlage zum Fest. "Rein statistisch gesehen haben wir eine Chance von zehn Prozent auf weiße Weihnachten", erklärt hr-Meteorologe Bertram. "Ich würde schon sagen, dass sie dieses Jahr ein bisschen höher liegt."

Der Grund: In Mitteleuropa gebe es momentan keine durchgängige West-Wetterlage, die hier häufig für mildes Wetter sorgt. Bertram rechnet mit einer etwas erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine kältere Nord- oder Nordwestlage.

Noch kein dauerhafter Wintereinbruch

Ein nachhaltiger Wintereinbruch zeichnet sich zumindest im Moment allerdings noch nicht ab. "Am Montag haben wir zwar auch noch recht kalte Luft", sagt Bertram. "Es sieht aber so aus, als würde es ab Dienstag oder Mittwoch eher milder werden." Nichtsdestotrotz bereiten sich Hessens Skigebiete schon jetzt auf den Saisonstart vor.

Ganz anders sah es übrigens vor genau 100 Jahren in Hessen aus: "1921 hatten wir in Hessen den kältesten November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", weiß hr-Meteorologe Bertram.

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