Polizeibeamte der Spurensicherung sind im August 2016 unterwegs zum Fundort der toten Frau.

Nach dem Fund einer Frauenleiche im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach tappte die Polizei jahrelang im Dunkeln. Nun nehmen die Ermittlungen Fahrt auf: Wenige Wochen nach einer ersten Festnahme haben die Beamten weitere Tatverdächtige gefasst.

Knapp vier Jahre nach dem Fund einer Frauenleiche in unmittelbarer Nähe des Ikea-Möbelzentrums in Frankfurt-Nieder-Eschbach sitzen nun drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Das teilten die Frankfurter Mordkommission und die zuständige Staatsanwaltschaft Darmstadt am Mittwoch mit.

Demnach wurde bereits vergangene Woche, am 28. Mai, eine 49-jährige Frau und deren 25 Jahre alter Sohn aus Frankfurt festgenommen. Sie stünden ebenso unter Mordverdacht wie ein 23-jähriger Mann aus Büttelborn (Groß-Gerau), der bereits Anfang Mai festgenommen wurde.

Details zu den Vorwürfen nannten die Ermittler nicht. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, Mutter und Sohn stammten ebenso aus dem persönlichen Umfeld der getöteten 56-Jährigen wie der zuvor festgenommene 23-Jährige.

Leiche bei Mäharbeiten entdeckt

Die Leiche der 56-Jährigen war im August 2016 einen Tag nach dem Verschwinden der Frau bei Mäharbeiten entdeckt worden. Die Identifizierung hatte knapp vier Jahre gedauert. Letzter bekannter Aufenthaltsort der Frau war nach bisherigen Erkenntnissen der Ben-Gurion-Ring in Frankfurt. Dort führte sie oft ihren Hund aus, und dort soll sie auch am Tag vor dem Auffinden ihrer Leiche gewesen sein. Wie sie zu Tode kam, ist unbekannt.