Bei Bauarbeiten im Frankfurter Gallus-Viertel wurde eine 50kg-Weltkriegsbombe entdeckt

Die bei Bauarbeiten im Frankfurter Stadtteil Gallus gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft worden. Unter Corona-Bedingungen mussten zuvor 6.000 Menschen evakuiert werden.

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Die Entschärfung einer 50 Kilo Gramm schweren Weltkriegsbombe im Frankfurter Stadtteil Gallus ist in der Nacht zum Samstag erfolgreich beendet worden. Das teilte die Feuerwehr Frankfurt um 0.30 Uhr mit. Die Absperrungen zum Gefahrenbereich konnten damit aufgehoben werden.

Die Entschärfung hatte sich am Freitagabend um mehrere Stunden verzögert. Eigentlich wollten Experten des Kampfmittelräumdienstes bereits um 21 Uhr beginnen. Das gelang aber nicht, weil der Gefahrenbereich zu dem Zeitpunkt nicht vollständig geräumt war, erklärte die Frankfurter Feuerwehr.

Die 50 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe war am Freitagmittag bei Bauarbeiten in der Flörsheimer Straße im Frankfurter Stadtteil Gallus entdeckt worden, teilten Feuerwehr und Polizei mit.

Der Beginn der #Entschärfung der #Weltkriegsbombe im #Gallus verzögert sich auf unbestimmte Zeit, der #Gefahrenbereich ist noch nicht vollständig geräumt. ^rh

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Rund 6.000 Menschen betroffen

Vom Kampfmittelräumdienst wurde ein Evakuierungsbereich von 300 Metern rund um den Fundort festgelegt. Betroffen war auch ein Abschnitt der Mainzer Landstraße. Den genauen Evakuierungsbereich zeigt diese interaktive Karte der Feuerwehr Frankfurt:

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Rund 6.000 Menschen mussten aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen. Für sie wurde ab 18 Uhr in der Messehalle 11 eine Betreuungsstelle (erreichbar über das Tor West über Straße der Nationen) eingerichtet. In der Halle galten die vorgeschrieben Corona-Regeln, betonte die Feuerwehr.

Zudem wurden die Kontaktdaten aller Anwesenden zur etwaigen Nachverfolgung von Infektionsketten aufgenommen. Die Feuerwehr hatte ein Bürgertelefon eingerichtet, gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen, die Hilfe brauchten.

Evakuierung unter Corona-Bedingungen

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, sollten Personen, die sich in häuslicher Corona-Quarantäne befinde, im Auftrag des Gesundheitsamtes zuhause abgeholt und nach der Entschärfung wieder zurück nach Hause gefahren werden. Die entsprechende Kontaktdaten liegen dem Gesundheitsamt vor.

Für Personen, die aus eigener Initiative einen Coronatest haben machen lassen, aber denen noch kein Ergebnis vorliegt, gab es keine besonderen Auflagen. Diese sollten laut Feuerwehr selbstständig, unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln, den Evakuierungsbereich verlassen.

Umleitungen und Streckensperrungen auf Straßenbahnlinien

Im öffentlichen Nahverkehr führte die Entschärfung am Abend zu Umleitungen und Streckensperrungen. Betroffen waren nach Angaben des Rhein-Main-Verkehsverbundes (RMV) die Straßenbahnlinien 11 und 21. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen war aufgrund der Straßensperrung nicht möglich.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 16.10.2020, 16.45 Uhr