Bombenfund Frankfurt
Der Fundort der Weltkriegsbombe ist nahe der Europäischen Zentralbank (EZB) im Ostend. Bild © Michael Seeboth (hr)

Im Frankfurter Ostend ist eine 500 Kilo schwere Weltkriegsbombe gefunden worden. Laut Polizei geht von ihr keine unmittelbare Gefahr aus, die Feuerwehr nannte inzwischen einen Termin für die Entschärfung. Auch in Hanau gibt es einen Bombenfund.

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Im Frankfurter Ostend ist bei Bauarbeiten am Dienstag eine 500 Kilo schwere Weltkriegsbombe entdeckt worden. Nachdem der Kampfmittelräumdienst am Nachmittag vor Ort den Blindgänger begutachtet hatte, teilte die Polizei mit, dass keine unmittelbare Gefahr bestehe.

Die Frankfurter Feuerwehr nannte den übernächsten Sonntag (7. Juli) als voraussichtlichen Termin für die Entschärfung. Die Bombe sei abgesichert und stabil, ein Planungsstab sei mit den Vorbereitungen beschäftigt: "Wegen zahlreicher Faktoren wie Evakuierungen von Pflegeheimen, Großveranstaltungen, Ferienbeginn und Reiseverkehr sowie Wetterprognosen sind umfangreiche Vorplanungen notwendig." Die Evakuierungszone werde schnellstmöglich bekanntgegeben.

Sperrungen weitgehend aufgehoben

Die Bombe hat den Angaben zufolge zwei Zünder. Der Fundort befindet sich auf einer Baustelle in der Eytelweinstraße in der Nähe des Hafenparks und der Europäischen Zentralbank (EZB). Die vorübergehende Sperrung des Parks und einer nahe gelegenen Bahnstrecke wurde rasch wieder aufgehoben. Nur die Fundstelle in der Baustelle bleibt gesperrt.

Die Karte zeigt den Fundort der Bombe.
Der Bereich nahe der EZB, wo die Bombe gefunden wurde. Bild © hessenschau.de

Zuvor hatte die Bundespolizei für etwa eine halbe Stunde vorsorglich die Bahnstrecke zwischen Frankfurt Süd und Frankfurt Ost gesperrt, die über den Main führt. Der Verkehr wurde über Offenbach umgeleitet. Nach der Freigabe kam es noch zu Verspätungen. In der Nähe des Fundorts verläuft auch die vielbefahrene Hanauer Landstraße.

Bombenfund auch in Hanau

Auch in Hanau wurde am Dienstag bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe freigelegt. Laut Stadt liegt die 50-Kilo-Bombe im Bereich der Pioneer Kaserne. Der Kampfmittelräumdienst sicherte den Fundort in einem Radius von 100 Metern. Die Entschärfung soll in den kommenden Tagen erfolgen. Dann muss ein Umkreis von 300 Metern geräumt werden. Es seien allerdings keine bewohnten Häuser betroffen, lediglich ein öffentlicher Bereich des Stadtwaldes hinter dem Kasernengelände.

Erst am Montag waren in Gießen zwei Weltkriegsbomben unschädlich gemacht worden. In der Nacht zum Sonntag hatte sich eine Weltkriegsbombe auf einem Feld in Limburg selbst entzündet.