Bombe
Bild © Feuerwehr Gießen (Archivbild)

In Gießen ist am Freitagabend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Bauarbeiter hatten sie in einem ehemaligen US-Depot gefunden.

Per Fernsteuerung haben zwei Experten des Kampfmittelräumdiensts am Freitagabend eine 50-Kilo-Fliegerbombe in Gießen entschärft. Die Polizei hatte dafür den Bereich in einem ehemaligen US-Depot im Osten Gießens großräumig abgesperrt.

Die Evakuierung ist fast abgeschlossen. Die Entschärfung steht kurz bevor. Es besteht keine akute Gefahr. Die Entschärfung soll per Fernauslösesystem laufen. Die Entschärfungs-Phase wird auf max. 2 Stunden geschätzt. #fwgi #giessen112 #feuerwehrgiessen #bombegi

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Mehrere Gebäude in dem Baugebiet mussten im Radius von 500 Metern um die Fundstelle evakuiert werden. Unter anderem wurden 96 Menschen aus einem Krankenflügel der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Flüchtlinge in Sicherheit gebracht. Insgesamt waren nach Angaben der Stadt etwa 150 bis 200 Menschen betroffen.

Wie eine Sprecherin der Stadt Gießen bestätigte, konnten alle Straßensperren sofort nach der Entschärfung gegen 22.30 Uhr aufgehoben werden. Die Anwohner konnten zurück in ihre Wohnungen. Schon im Februar 2018 war direkt neben dem aktuellen Fundort bereits eine 50-Kilo-Bombe gleichen Typs gefunden worden. Die Entschärfung lief auch damals problemlos. Damals mussten 500 Anwohner die Zone verlassen, darunter 130 Flüchtlinge.

Sendung: hr3, 05.4.2019, 20.00 Uhr