Bei Unfällen im Straßenverkehr sind im vorigen Jahr 224 Menschen getötet worden - weniger als 2018. Deutschlandweit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zahl der Verkehrstoten auf historischem Tiefstand

Ein weißes Fahrrad mit schwarzem Kreuz erinnert an einen Unfall mit tödlichem Ausgang.
Ende des Audiobeitrags

Die Zahl der Verkehrstoten in Hessen ist im vergangenen Jahr um 15 auf 224 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Auch die Zahl der bei Unfällen im Straßenverkehr Verunglückten ging im Vergleich zu 2018 zurück und zwar um 3,7 Prozent auf 27.497. Die Zahlen liegen für das Gesamtjahr vor, möglich seien aber noch einzelne Nachmeldungen der Polizei, sagte ein Sprecher des Bundesamts.

Während die Behörde mit 3.059 Getöteten im Jahr 2019 für ganz Deutschland einen historischen Tiefstand der Zahl der Verkehrstoten vermeldete, konnte das ein Sprecher des Statistischen Landesamts für Hessen auf Nachfrage nicht sagen. Die Zahlen seien aber auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Etwa seit dem Jahr 2000 gebe es weniger Unfälle und weniger Verkehrstote. Der Sprecher stellte für Freitag Details der hessischen Statistik in Aussicht.

Mehr getötete Fahrradfahrer

In ganz Deutschland wurde 1970 mit mehr als 21.000 Verkehrstoten der bisherige Höchstwert erreicht. 2018 wurde bundesweit mit 3.275 Getöteten wieder ein Anstieg verzeichnet. Grund dafür waren unter anderem mehr getötete Fahrradfahrer.

In den Bundesländern zeigte sich 2019 eine unterschiedliche Entwicklung. Niedersachsen (plus 14 Getötete), Mecklenburg-Vorpommern (plus 3) und Bremen (plus 2) meldeten dem Bundesamt mehr Verkehrstote als im Vorjahr. Sonst sanken die Zahlen am stärksten in Bayern (minus 77), in Sachsen (minus 38) und in Nordrhein-Westfalen (minus 32).

Gemessen an der Einwohnerzahl sei das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Sachsen-Anhalt mit 62 Todesopfern und in Mecklenburg-Vorpommern mit 55 Todesopfern auf je eine Million Einwohner am höchsten gewesen. In Hessen lag diese Kennziffer bei 36.

Sendung: hr-iNFO, 27.02.2020, 10 Uhr