Rettungskräfte am Badesee

20 Menschen sind vergangenes Jahr beim Baden in Hessen ertrunken - nach Angaben der DLRG deutlich weniger als zuvor. Der Hauptgrund für den Rückgang lässt nicht auf eine dauerhafte Entwicklung hoffen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Weniger Badetote in Hessen

DLRG - Sujet
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Die Zahl der Badetoten ist deutlich zurückgegangen. Vergangenes Jahr kam es in Hessen zu 20 tödlichen Badeunfällen. Im Jahr davor waren es noch 36, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte.

Der Rückgang sei insbesondere auf das unterschiedliche Wetter in den beiden Jahren zurückzuführen. "Je mehr Tage wir mit hochsommerlichen Wetter haben, die zum Baden und Schwimmen einladen, desto höher fallen auch die Ertrinkungszahlen aus", sagte ein Sprecher. Im Gegensatz zum Supersommer 2018 war der Sommer 2019 durchwachsen.

Immer in offenen Gewässern

Die Auswirkungen anderer Faktoren wie Bewachung von Badestellen oder Schwimmfähigkeiten der Menschen lässt sich nicht abschätzen. Alle tödlichen Unfälle ereigneten sich in offenen Gewässern, also in Flüssen, Seen und Bächen.

"Grundsätzlich ist es immer am sichersten, dort zu baden oder zu schwimmen, wo Gewässerstellen bewacht werden", sagte der DLRG-Sprecher. Viele tödlichen Badeunfälle passierten in den frühen Abendstunden an unbewachten Gewässern. In Flüssen werde oft die Strömung unterschätzt. Daher rät die DLRG vom Baden dort generell ab.

Gefährliche Temperaturunterschiede

Auch Seen könnten gefährlich sein, berichtete der Sprecher. Besonders im Frühjahr seien sie zwar oft oberflächlich aufgewärmt, in der Tiefe aber noch sehr kalt. Dies könne zu Herz-Kreislauf-Problemen mit tödlichen Auswirkungen führen.

Auch bundesweit kamen voriges Jahr laut DLRG weniger Badende ums Leben. Die Zahl sank von 504 im Jahr 2018 auf 417. Fast 80 Prozent seien Männer gewesen. Gründe seien geringeres Risikobewusstsein und Selbstüberschätzung, aber auch Alkoholkonsum.

Sendung: hr-iNFO, 05.03.2020, 13 Uhr