Eine Frau kratzt mit einem Eiskratzer eine vereiste Frontscheibe eines Autos frei

In der Nacht zum Samstag wird es im Norden und Osten Hessens noch mal eisig. Nach dem kalendarischen Frühlingsanfang richtet sich dann auch das Wetter in der neuen Jahreszeit ein.

Ende Februar war es warm wie nie zuvor. Reihenweise wurden Temperaturrekorde geknackt, selbst die 20-Grad-Marke fiel. Dann kam die Kälte zurück nach Hessen. Sie schlägt in der Nacht zum Samstag noch einmal richtig zu: In der Rhön und in nordhessischen Muldenlagen werden bis zu -9 Grad erwartet. Auf den Bergen kann es sogar mit bis zu -10 Grad eisig werden.

Stellenweise wird es der Vorhersage der hr-Meteorologen zufolge Schnee- oder Schneeregenschauer geben. Auch über das Wochenende bleibt es kalt. Die Luft erwärmt sich am Samstag tagsüber nur auf 1 bis 6 Grad, auf den Bergen auf -2 bis 1 Grad. Den kalendarischen Frühlingsbeginn stellen sich viele wohl anders vor. Am Sonntag gibt es immerhin vereinzelt bis zu 11 Grad.

Polarluft sorgt für Eiseskälte

Schuld an der Kaltwetterfront ist dasselbe Wetterphänomen, das im Februar zu Temperaturrekorden geführt hat - nur umgekehrt. "Damals kam warme Luft aus Südafrika nach Hessen, nun strömt wegen eines Hochdruckgebiets kalte Luft aus der Polarregion zu uns", erklärt hr-Meteorologe Tim Staeger.

Ein Hoch, das zu Frost führt? "Ja", sagt Staeger, "wenn das Hoch wie jetzt westlich von Deutschlands liegt, sorgt das für einen Luftstrom aus dem kalten Norden."

Kommendes Wochenende bis zu 15 Grad

Der Meteorologe macht Hoffnung auf bessere Zeiten. "So kalt wie jetzt wird es erst mal wohl nicht mehr werden." Am Samstag könnte der vielleicht letzte Tiefpunkt erreicht sein, bevor es wieder warm wird. Am kommenden Wochenende prognostiziert Staeger Temperaturen von bis zu 15 Grad in Südhessen. "Ab Dienstag steigen die Temperaturen langsam, aber stetig."

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter!, 19.03.2021, 19.15 Uhr