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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Das hr-Regenradar mit erweiterter Funktion

In der Grafik wird groß der Steuerungsbalken des neuen Regenradars gezeigt. In der linken Häfte des Balkens steht der Begriff "Echtzeitdaten" bis zum ausgewählten Zeitpunkt, der mit einer Art "Knopf" bzw. Button dargestellt wird. Rechts davon steht das Wort "Prognose" für die voraussichtlichen Regenwahrscheinlichkeiten. Im Hintergrund ist ein Bild der Hessenkarte mit Regenwolken, wie sie auf dem Radar dargestellt werden, zu sehen.

Lohnt es sich noch, den Grill anzuzünden oder zieht bald die nächste Regenfront herauf? Fragen wie diese beantwortet das neue Regenradar auf hessenschau.de. Wie funktioniert eine solche Prognose und wie exakt ist sie?

Wann man die Gartenmöbel lieber reinholt, ob sich ein Ausflug ins Grüne anbietet - und ob man trockenen Fußes hinkommt: All das verrät ein Blick auf das neue Regenradar. Unsere Wetterkarte zeigt ab sofort nicht nur, wo die Wolken gerade jetzt über Hessen ziehen und wie stark es regnet, sondern auch, wo der Regen demnächst herunterkommt.

Zwei Stunden in die Zukunft schauen

Für den Blick in die Zukunft zeigt die Karte eine errechnete Prognose an. "Aus Radar-Bildern der letzten 30 bis 60 Minuten berechnet ein Programm, wo die Niederschlagsgebiete hinziehen", erklärt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. Die Richtung, die die Wolken in dieser Zeit eingeschlagen haben, wird in die Zukunft fortgeschrieben.

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Hinweis

Die Regenradar-Prognose wird derzeit nur auf unserer Webseite hessenschau.de angeboten. In der hessenschau-App soll diese Funktion in den nächsten Monaten nachgezogen werden.

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So entsteht eine interaktive Wetterkarte mit Zeitstrahl, der sich bis zu zwei Stunden in die Zukunft schieben lässt. "Es wird auch berücksichtigt, wie stark der Regen wird und ob er sich verstärkt oder abschwächt", sagt Friedrich.

Bei lila Wolken drinnen bleiben

Zeigt die Karte freundliche hellblaue Wolken, gibt es Nebel, allenfalls Niesel, erklärt hr-Meteorologe Tim Staeger die Farbskala. Färben sich die Wolken auf der Karte lila, drohen dagegen Hagel und Starkregen. "Das sind dann mehr als 25 Liter Wasser pro Quadratmeter in der Stunde. Zum Vergleich: Ein Landregen bringt zwei bis fünf Liter in der Stunde".

Radar-Station des Deutschen Wetterdienstes in Offenthal

Die Daten für interaktive Karte liefert der Deutsche Wetterdienst in Offenbach: Er betreibt 17 Radar-Stationen in Deutschland, oft auf Türmen oder auf anderen hoch gelegenen Orten, damit kein Hindernis ihr Signal stört. "Das Radar schickt elektromagetische Wellen in die Atmosphäre und dort werden sie von Wassertröpfchen reflektiert", erklärt Tim Staeger. "Diese Wellen kommen in einer bestimmten Stärke zurück."

Je nachdem, wie stark und wie schnell das Signal zurück kommt, lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, wie groß die Tröpfchen sind und wie weit sie weg sind - sprich: wie stark es regnen wird und wie bald. "Dann weiß man, wann man Innenräume aufsuchen sollte", sagt Staeger.

Unwetter tricksen Prognosen aus

Können wir unseren Schirm jetzt also einmotten? Nicht ganz, geben die Meteorologen zu. es sei eben "nur" eine Prognose. Vor allem Unwetterzellen bildeten sich gerne ganz plötzlich und ließen sich daher schlecht berechnen.

"Bei solchen dynamischen Wetterlagen ist die Fehlerquote höher", erklärt Andreas Friedrich vom DWD. Und allgemein gelte: "Je weiter eine Wettervorhersage in die Zukunft reicht, desto ungenauer wird sie."

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