Eine Pfütze vor dem Frankfurter Bahnhof

Ein goldener Oktober ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Zwei Tiefdruckgebiete bringen Regen, Wind und sinkende Temperaturen nach Hessen.

Für alle Hessen, die endgültig genug von Sommer, Sonne, Sonnenschein haben, gibt es gute Nachrichten: Die kommenden Tage bieten Couch-Potatoes ausreichend Argumente, um die wärmende Decke und die eigenen vier Wände wirklich nur noch in Notfällen zu verlassen.

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zum hr-fernsehen.de Video alle wetter! vom 29.09.2020

Hagelkorn im Windkanal
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"Es wird windiger, ruppiger und regnerischer", sagt hr-Meteorologe Tim Staeger voraus. "Der Mittwoch ist noch der freundlichste Tag, danach legt auch der Wind zu", ergänzt sein Kollege Michael Köckritz. Heißt: Der Herbst tut das, was ein Herbst tun muss. Er sorgt für Schmuddelwetter.

Nach Mittwoch geht's rund

Nachdem es im ganzen Bundesland noch vor zwei Wochen Freibad-Wetter mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gab, ist die Realität mittlerweile eine ganze andere. Der Grund für den Wetterwechsel sind zwei Tiefdruckgebiete über Westeuropa. Andrea, die sich derzeit über Island und Großbritannien austobt, und Brigitte, die aktuell vor allem Frankreich mit Niederschlägen versorgt.

Die beiden schicken im weiteren Verlauf der Woche dicke Wolken in Richtung Deutschland. Im Gepäck haben sie Nebel und trübes Wetter, der Regen wird deutlich zunehmen.

Gibt es so nicht oft

Rund zehn Liter pro Quadratmeter sind zwar noch auszuhalten und weit entfernt von Dauerregen, wie Köckritz betont. Kombiniert mit Tiefstwerten von 11 bis 6 Grad (Donnerstag), 10 bis 6 Grad (Freitag) und 13 bis 8 Grad (Samstag) wird es aber immer ungemütlicher.

Besonders betroffen sind der Taunus und der Odenwald, Hoffnung auf ein paar schöne Abschnitte gibt es vor allem im Werra-Meißner-Kreis. Schlechtes Wetter im Südwesten, besseres Wetter im Norden. Das gibt es auch nicht oft.

Namenlose Gegenspieler

Aussichten auf eine schnelle Besserung und noch ein paar schöne Tage im Herbst gibt es erst einmal nicht. Über Russland liegt zwar bereits ein Hochdruckgebiet, gegen Andrea und Brigitte kann sich der bislang noch namenlose Gegenspieler aber voraussichtlich nicht durchsetzen.

"Ein Goldener Oktober zeichnet sich derzeit nicht ab", sagt Köckritz. Der Schmuddelherbst hat Hessen erst einmal fest im Griff.

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter, 30.09.2020, 19.15 Uhr