Perseiden über Deutschland im August 2018
Wenn das Wetter mitspielt, ist der Große Feldberg ein toller Platz für Sternengucker. Wenn ... Bild © picture-alliance/dpa

In der Nacht zum Dienstag flitzen wieder unzählige Sternschnuppen über den Himmel. Die Sicht auf das Perseiden-Spektakel dürfte allerdings vielerorts schlecht sein. Und es gibt noch weitere Probleme.

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Perseiden am Himmel

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Perseidenstrom: Wenn der Himmel "weint"

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August ist Sternschnuppen-Zeit: Die Perseiden sorgen dann für ein beeindruckendes Naturschauspiel. In der Nacht zum Dienstag erreicht der jährlich wiederkehrende Meteorstrom seinen Höhepunkt. Doch in diesem Jahr haben es Sternschnuppenjäger schwer.

Fast voller Mond als Störenfried

Das eigentliche Perseiden-Maximum wird nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim nämlich tagsüber liegen. Weiterer Dämpfer: Der fast volle Mond hellt den Himmel derzeit auf, so dass wohl nur besonders intensive Sternschnuppen zu sehen sein werden.

Das größte Problem aber ist das Wetter: In der Nacht sei überall in Hessen mit Wolken zu rechnen, sagt hr-Wetterexperte Michael Köckritz. "Potenziell kann es auch überall schauern." Zwar könne es immer mal wieder auch klare Abschnitte geben. "Aber ob Sternschnuppen-Gucken bei diesen Verhältnissen wirklich Spaß macht, weiß ich nicht", meint Köckritz.

Für alle, die trotzdem ihr Glück versuchen wollen, rät die Vereinigung der Sternenfreunde, einen dunklen Beobachtungsposten zu suchen. In welche Richtung man schaue, sei dann eigentlich egal.

Was sind die Perseiden?

Ihren Namen haben die Perseiden, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Zumindest kommen sie aus dieser Richtung. Das Sternbild liegt unterhalb des großen W, der Kassiopeia.

Die Perseiden gehören mit 216.000 Kilometern pro Stunde zu den schnellsten Sternschnuppen. Es handelt sich bei ihnen um Auflösungsprodukte des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Umlaufbahn die Erde einmal im Jahr kreuzt. Dadurch gelangen Partikel aus Staub und Steinen, die der Komet in seinem Schweif mitführt, in die Erdatmosphäre und verglühen. Die Partikelteilchen übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die erhitzt werden und deshalb Licht aussenden.

Sendung: hr4, 12.08.2019, 9:30 Uhr