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zum Video Zwei Tote bei Sportflugzeug-Absturz

hs 19:30 08.06.2021 Thumbnail

Nach dem Absturz eines Sportflugzeugs mit zwei Toten bei Gelnhausen ist das Wrack geborgen worden. Die Straßen in der Umgebung sind wieder für den Verkehr freigegeben.

In der Nähe des Flugplatzes in Gelnhausen ist am Dienstag ein Leichtflugzeug abgestürzt. Augenzeugen berichteten, der Flieger sei gegen 14.30 Uhr steil gesunken und in einem Baum hängen geblieben.

Laut Polizei kamen bei dem Absturz die beiden Insassen ums Leben - ein 53-Jähriger aus Wächtersbach (Main-Kinzig) und ein 67-Jähriger aus dem Raum Alzenau (Bayern).

Noch Stunden nach dem Unfall hing das Flugzeug in der Böschung an der angrenzenden Landstraße 3202 nahe der Autobahn A66. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich kompliziert. Erst am späten Abend konnte die Feuerwehr das Wrack mit Hilfe eines Krans bergen, wie die Polizei am Mittwoch berichtete.

Einsatzstelle am Absturzort des Flugzeugs in Gelnhausen

Explosionsgefahr am Flugzeug

An dem Flugzeug befanden sich sogenannte Signalwarnungen und Leuchtmittel, die zur Aktivierung des Rettungsfallschirms verwendet werden, berichtete ein Polizeisprecher. Diese hätten explodieren können. Mitarbeiter des Landeskriminalamts brachten die Zündladungen am Boden kontrolliert zur Explosion.

Die Polizei hatte die Unfallstelle deswegen am Dienstagnachmittag im Umkreis von 100 Metern abgesperrt. Davon betroffen war neben dem Autoverkehr auf der L3202 der Bahnverkehr auf den nahegelegenen Gleisen. Er musste vorübergehend eingestellt werden, ICE- und IC-Züge wurden zwischen Hanau und Fulda teilweise umgeleitet. Seit der Nacht zum Mittwoch sind die Sperren aufgehoben und die Verkehrswege rund um die Unfallstelle wieder frei.

Offenbar erfahrene Piloten

Warum das Flugzeug in die Böschung stürzte, ist noch unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge seien die Männer erfahrene Piloten gewesen, so die Polizei. Der Flieger sei offenbar kurz nach dem Start auf dem nahe gelegenen Flugplatz abgestürzt. Die Staatsanwaltschaft und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen nahmen die Ermittlungen auf.

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