Schön und ein bisschen schaurig: Diese Boa Constrictor versteckte sich an einem Haus in Schwalmstadt.

Die Polizei sucht den Besitzer einer 1,60 Meter langen Würgeschlange. Das Tier war womöglich ausgebüxt und hatte sich ein kühles Plätzchen an einem Wohnhaus in Schwalmstadt gesucht.

Eine Halskette mit Name und Adresse trug die Schlange nicht. Daher hat die Polizei nun den öffentlichen Weg gewählt, um den Besitzer einer Boa Constrictor ausfindig zu machen, die ein Zeuge am Haus seiner Eltern im nordhessischen Schwalmstadt entdeckt hat. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, fand er die Würgeschlange bereits am Samstagabend im Schatten hinter einem Holzstapel an dem Gebäude.

Ausgebüxt oder ausgesetzt?

Ein Sachverständiger nahm die rund 1,60 Meter lange Schlange vorübergehend bei sich auf. Dort wartet sie nun auf ihren unbekannten Besitzer. Laut Polizei könnte der Schlingel zuhause ausgebüxt sein. Natürlich könne sein Besitzer das Tier auch ausgesetzt haben.

Eins steht fest: Es muss vorher irgendwo im Raum Schwalm-Eder in einem Terrarium gelebt haben. Denn der natürliche Lebensraum der Boa Constrictor ist nicht Nordhessen, sondern Zentralamerika.

Von Natur aus eher träge

Die Gefahr für die Hausbewohner dürfte sich trotz des ersten Schrecks in Grenzen gehalten haben. In der Regel stürzt sich diese Schlangenart nur auf kleine Tiere, die sie auch bewältigen kann. Außerdem ist sie von Natur aus eher träge und will eigentlich nur ihre Ruhe haben.

Die Boa Constrictor steht unter Artenschutz, ist aber nicht meldepflichtig.

Anmerkung: In einer ersten Version dieses Beitrags hieß es, die Boa Constrictor ernähre sich unter anderem von Spinnen und Insekten. Das stimmt nicht. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 12.08.2020, 18 Uhr