Chihuahua
Ein Chihuahua. Die Hunde zählen zu den kleinsten der Welt. Bild © picture-alliance/dpa

In Waldsolms sorgt der Tod eines kleinen Hundes für Aufsehen: Die Besitzerin wirft einem Mann vor, den Hund erschlagen zu haben. Der wiederum behauptet, er habe sich bedroht gefühlt. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Die Polizei in Mittelhessen ermittelt nach dem Tod eines kleinen Chihuahuas in Waldsolms-Brandoberndorf (Lahn-Dill). Die Besitzerin hat Anzeige gegen einen 63 Jahre alten Mann erstattet, der den kleinen Hund namens Norbert so sehr geschlagen haben soll, dass er später starb.

Chihuahua starb in der Tierklinik Gießen

Nach bisherigen Erkenntnissen war die 32-jährige Frau am Mittwoch mit einer Freundin und drei frei laufenden Hunden auf einer Pferdekoppel in Brandoberndorf unterwegs, als es zu der Auseinandersetzung kam. Nach Angaben der Frau ging der 63-Jährige mit einem Stock auf den Chihuahua los. Als sie dazwischen gehen wollte, habe der Mann auch auf sie eingeschlagen. Die Frau wurde leicht verletzt. Der Hund starb in der Tierklinik Gießen.

Laut Polizei hat auch der 63-Jährige Anzeige erstattet. Er gibt demnach an, dass die Hunde auf der Koppel direkt auf ihn zugelaufen seien - und die Frauen sie trotz Aufforderung nicht festgehalten hätten. Deswegen habe er einen der Hunde mit einem Stock geschlagen, um sich zu schützen. Danach sei er selbst von einer der Frauen mit einer Art Stange angegriffen und leicht verletzt worden.

Polizei ermittelt gegen beide Betroffene

Die Polizei ermittelt jetzt gegen beide Anzeigenerstatter wegen gefährlicher Körperverletzung. Gegen den 63-Jährigen läuft außerdem ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Um den genauen Ablauf der Auseinandersetzung zu klären, werden Zeugen gesucht.

Sendung: hr-fernsehen, hallo hessen, 08.02.2019, 16.00 Uhr