Drogenhund
Zollhündin "Black", Kokain in Babymilchpulver-Dosen. Bild © Hauptzollamt Frankfurt

Einen perfekten Riecher hat Rauschgiftspürhündin Black am Frankfurter Flughafen bewiesen. In zwei Reisekoffern erschnüffelte sie 38 Kilo Kokain - getarnt als Babynahrung.

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Rauschgiftspürhündin Black hat ihre Ausbildung noch nicht lange hinter sich. Doch ihr ist ein Fund gelungen, den das Hauptzollamt Frankfurt auch nicht alle Tage vermelden kann.

Zwei vollgepackte Reisekoffer hatte ein 50-jähriger Passagier bei sich, als er aus dem brasilianischen Sao Paulo kommend am Frankfurter Flughafen zwischenlandete. Seine weitere Reise sollte eigentlich nach Peking führen. Doch daraus wurde nichts, wie das Zollamt am Freitag über den Vorfall berichtete, der sich bereits am 22. Februar ereignet hatte.

Kokain statt Babynahrung

Bei der Gepäckkontrolle zeigte die dreijährige belgische Schäferhündin Black durch "Einfrieren", dass mit den Koffern etwas nicht stimmt. Das Tier blieb neben den Gepäckstücken stehen und bewegte sich nicht mehr vom Fleck.

Die anschließende Kontrolle förderte 28 Blechdosen mit Babynahrung zutage, die augenscheinlich noch originalverpackt waren. Bei näherer Betrachtung stellte sich dann jedoch heraus, dass der Inhalt mit Milchpulver nichts zu tun hat, sondern dass es sich um 38 Kilo Kokain handelt.

Der Schwarzmarktwert der Drogen beläuft sich auf etwa 1,4 Millionen Euro, teilte eine Zoll-Pressesprecherin am Freitag mit. Der Drogenkurier wurde festgenommen.

2017 wurden am Frankfurter Flughafen im Post-, Fracht- und Reiseverkehr insgesamt 7.045 Kilogramm Rauschgift aus dem Verkehr gezogen.