Ein HLB-Zug im Bahnhof von Marburg.

Am ersten Arbeitstag zu spät kommen macht keinen guten Eindruck - dachte sich wohl auch eine Frau in Marburg und sprang kurzerhand auf das Trittbrett eines bereits angefahrenen Zuges.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frau springt auf fahrenden Zug

Bundespolizei Sujet
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Weil sie am ersten Arbeitstag nicht zu spät kommen wollte, hat eine 33-Jährige sich am frühen Montagmorgen in Marburg zu einer gefährlichen Kurzschlusshandlung hinreißen lassen. Wie die Bundespolizei berichtete, hatte sie die Abfahrt ihrer Bahn ins Rhein-Main-Gebiet knapp verpasst und war auf das Trittbrett des angefahrenen Zuges gesprungen.

Notbremsung nach 200 Metern

Ein Bahnmitarbeiter sah das und veranlasste eine Notbremsung. Nach rund 200 Metern wurde die Bahn gestoppt. Der Lokführer öffnete die Tür und ließ die Frau einsteigen.

Die Fahrt endete für sie allerdings in Gießen. Dort nahmen Bundespolizisten die unverletzte Frau in Empfang und belehrten sie eindringlich über die möglichen Folgen ihres leichtsinnigen und verbotenen Verhaltens.

Strafverfahren eingeleitet

Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Das Ziel ihrer kühnen Handlung, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen, dürfte die 33-Jährige wohl verpasst haben.

Sendung: hr4, 16.09.2019, 16.30 Uhr