Tote Rinder und Polizeiwagen
Insgesamt vier Rinder wurden bei der Zug-Kollision getötet. Bild © MDR/Heidje Beutel

Eine Regionalbahn ist bei Herleshausen mit einer Rinderherde zusammengestoßen. Die auch von ICEs genutzte Strecke blieb stundenlang voll gesperrt.

Passagiere wurden bei der Kollision am Sonntagmorgen nicht verletzt. Ein mit sechs Reisenden und einem Lokführer besetzter Zug der hessischen Cantus-Bahn ist gegen 7.30 Uhr auf der Strecke Fulda-Eisenach bei Herleshausen (Werra-Meißner) mit einer Rinderherde zusammengestoßen.

Drei auf den Gleisen stehende Tiere wurden getötet, wie die Bundespolizei mitteilte. Ein viertes, schwer verletztes Rind musste eingeschläfert werden. Offensichtlich war die nahegelegene Weide der Herde nicht genügend abgesichert, sagte ein Sprecher.

Züge warten in Bahnhöfen

Getötete Rinder auf Traktor-Anhänger bei Herleshausen
Ein Landwirt transportierte die getöteten Rinder mit einem Traktor ab. Bild © MDR/Heidje Beutel

Durch den Unfall auf der auch vom Fernverkehr genutzten Bahntrasse kam es zu erheblichen Behinderungen. Die Strecke wurde für rund zwei Stunden voll gesperrt. Der verantwortliche Landwirt transportierte die toten Rinder schließlich mit seinem Traktor ab. Die stark beschädigte Cantus-Bahn konnte noch bis zur nächsten Haltestelle weiterfahren.

Zahlreiche Züge wurden in umliegenden Bahnhöfen gestoppt. Ab 9.30 Uhr lief der Verkehr langsam wieder an. Von der Sperrung betroffen war unter anderem ein ICE auf dem Weg von Berlin über Frankfurt nach München. Mit knapp zweistündiger Verspätung erreichte der Fernzug gegen 11.30 Uhr den Frankfurter Hauptbahnhof.

Sendung: hr-iNFO, 17.05.2018, 11.00 Uhr