Zug der Hessischen Landesbahn
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Die Bundespolizei hat am Bahnhof in Wabern einen Zug mit rund 100 Reisenden wegen einer vermeintlichen Bombe evakuiert. Eine Frau hatte in dem Zug ein verdächtiges Gespräch mitgehört.

Wegen eines Notfalls hat die Bundespolizei am frühen Sonntagabend einen Zug der Hessischen Landesbahn von Kassel nach Treysa gestoppt. Die rund 100 Reisenden mussten am Bahnhof in Wabern (Schwalm-Eder) aussteigen, nachdem eine türkischsprechende Frau ein verdächtiges Gespräch dreier Männer mit angehört hatte.

Demnach planten die ebenfalls türkisch sprechenden Männer, eine Bombe in dem Zug zu zünden. Darüber berichtete zunächst die HNA.

Zug evakuiert - "keine Gefährdung"

Die Frau informierte einen Schaffner über das Gespräch, dieser alarmierte die Bundespolizei. Beamte stoppten daraufhin den Zug und evakuierten ihn. Mit Hilfe eines Sprengstoffhundes wurde der Zug durchsucht, gefunden wurde aber nichts.

Nach rund einer Stunde konnte die Bahn mit ihren Passagieren weiterfahren. "Es lag nie eine Gefährdung vor", so der Sprecher.

Bundespolizei wertet Überwachungsbilder aus

Zwei der drei betroffenen Männer sollen zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Zug ausgestiegen sein, der dritte unbehelligt in Wabern. Eine Fahndung nach ihnen verlief bislang erfolglos. Man werte nun die Bilder umliegender Überwachungskameras aus, sagte der Sprecher der Bundespolizei.

Derweil wurden die Lokführer der nachfolgenden Züge über die Fahndung informiert. Sie sollten Kontakt zur Bundespolizei aufnehmen, wenn sie Reisende entdecken, auf die die Beschreibung der Zeugin zutrifft.

Sendung: hr-iNFO, 13.1.2019, 21 Uhr