Tigerin Zuma liegt auf einem Boden aus Rindenmulch und schaut durch die Glasscheibe des Geheges in die Kamera.

Ihr Zuhause wird renoviert und Frankfurt hat Platz: In den Zoo sind zwei junge Tigerschwestern eingezogen. Sie kommen aus Rheine und bleiben ein paar Monate zur Zwischenmiete. Der letzte Frankfurter Tiger war im Sommer gestorben.

Zuletzt gab es für die Besucher des Frankfurter Zoos nur ein verwaistes Tigergehege zu sehen, die letzte Großkatze dieser Art musste im Juli wegen eines Tumors eingeschläfert werden. Und auch im vergangenen Jahr hatte der Frankfurter Zoo einen Sumatra-Tiger verloren, als Tigerkatze Malea mit 19 Jahren gestorben war. Auch sie musste eingeschläfert werden.

Und jetzt, schneller als gedacht, kommt mit den Tigerschwestern Zuma und Tipah doch wieder Leben in die Bude - zumindest vorübergehend.

Frankfurt hat Platz für viele Gäste

Wie der Zoo am Freitag mitteilte, kamen die Tigerinnen am Mittwoch aus dem NaturZoo Rheine (Nordrhein-Westfalen) nach Frankfurt und bezogen sofort die leere Anlage. In ihrem Zuhause wird renoviert, und die zweieinhalb Jahre alten Tiere mussten weichen.

Eine Quarantäne war nicht nötig, da die Tiere bereits in Rheine komplett durchgecheckt wurden. Nun wird also der Frankfurter Katzendschungel für ein paar Monate ihr Zuhause sein.

"Ich freue mich", sagte Ina Hartwig, Frankfurter Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, "dass wir in der Lage sind, anderen Zoos zu helfen." Auch ein Gruppe Humboldpinguine aus dem Luisenpark in Mannheim (Baden-Württemberg) ist schon in Frankfurt untergeschlüpft.

Zoo für Familiengründung gesucht

Tigerin Tipah

Zuma und Tipah sind zwar noch jung, aber nicht mehr auf ihre Mutter angewiesen. Sie wurden 2019 geboren und sind damit alt genug, um im Rahmen eines Tiger-Zuchtprogramms in andere Zoos abgegeben zu werden und dort Tigerbabys zu bekommen.

Wird in den kommenden Wochen kein passender Zoo mit den entsprechenden Männchen für die Schwestern gefunden, ziehen sie zurück in die alte Heimat nach Rheine in ihre frisch renovierte Anlage. Aber bis dahin streifen sie in Frankfurt durch die Bambushecke und füllen die Leerstelle, die Tiger Vanni zurückgelassen hat.

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