Luftaufnahme von einem der zerstörten Häuser.
Eines der betroffenen Häuser in Gründau-Lieblos. Bild © Keutz-TVNEWS.de

Ein Feuer hat in Gründau zwei Wohnhäuser zerstört. Vermutlich hatte ein Nachbar den Brand verursacht - beim Vernichten von Unkraut mit einem Abflammgerät. Beschleunigt wurde das Feuer möglicherweise durch die spezielle Beschaffenheit einer Thuja-Hecke.

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zum hr-fernsehen.de Video So gefährlich sind Unkrautbrenner

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Zu einem Großeinsatz ist am Dienstag die Feuerwehr in Gründau-Lieblos (Main-Kinzig) gerufen worden. Zwei Häuser standen in Flammen. Die Kriminalpolizei geht nun einem Verdacht nach, was das Feuer verursacht hat, bei dem niemand verletzt wurde, bei dem aber ein Schaden von geschätzten 700.000 Euro entstand. Auch ein goldfarbener Oldtimer-Porsche Targa 911 wurde zerstört.

Keutz Oldtimer
Bild © Keutz TVNews

Abflammgerät als Brandursache

Die Brandermittler gehen davon aus, dass das Feuer bei Gartenarbeiten mit einem Brenner zur Unkrautbekämpfung entstand, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Demnach soll ein Anwohner die Arbeiten in den Mittagsstunden durchgeführt haben. Dabei habe eine Hecke Feuer gefangen.

Unkrautbrenner
Unkrautbrenner sind nützlich - aber auch gefährlich. Bild © Imago Images

Abflammgeräte zur Unkrautvernichtung sind in Baumärkten für jedermann leicht erhältlich. Auch Discounter bieten solche "Unkrautbrenner" gerade im Frühjahr häufig an. Um welches Modell es sich in diesem Fall handelte, ist nicht bekannt.

Hecke mit ätherischen Ölen

Bei der Hecke, die den Brand beschleunigt haben könnte, soll es sich um eine so genannte Thuja-Hecke gehandelt haben. Diese auch Lebensbaum genannten Gewächse enthalten giftige und leicht brennbare ätherische Öle.

Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, griffen die Flammen von der Hecke zunächst auf ein Haus über. Begünstigt durch die Windverhältnisse sei dann auch ein zweites Haus in Brand geraten. Rund 65 Kräfte waren im Einsatz. Beide Häuser sind laut Polizei derzeit nicht bewohnbar.

Bürgermeister: Betroffene Familie kommt bei Verwandten unter

Nach Auskunft des Bürgermeisters von Gründau, Gerald Helfrich (parteilos), war eines der Häuser unbewohnt. Eine Familie, die in dem anderen Haus lebt, komme vorerst bei Verwandten unter. Insofern sei keine akute Notlage entstanden.

Sendung: maintower, 17.04.2019, 18.00 Uhr