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zum Video Wasserpavillion wieder aufgebaut

Hessenschau vom 25.10.2019

Mehr als zwei Jahre nach einer Brandstiftung mit Millionen-Schaden ist der Chinesische Garten im Frankfurter Bethmannpark wiedereröffnet worden. Experten aus China rekonstruierten den Pavillon, der von den Flammen zerstört worden war.

Pünktlich zu seinem 30-jährigen Bestehen hat der Chinesische Garten im Frankfurter Bethmannpark am Freitag für Besucher wieder seine Pforten geöffnet. In mehrmonatigen Arbeiten rekonstruierten chinesische Kunsthandwerker den "Wasserpavillon des geläuterten Herzens" originalgetreu. Die Vorarbeiten dafür hatten bereits vergangenen Winter in China begonnen, wo die Experten die einzelnen Elemente fertigten. Diese wurden in sechs Containern nach Frankfurt verschifft und vor Ort zusammengefügt.

Ohne Nagel und Schrauben

Arbeiten am Chinesischen Pavillon

Dazu verwendeten die 19 Fachleute wie schon beim Orginalbau aus dem Jahr 1989 weder Nägel noch Schrauben. Allerdings wurde diesmal Eukalyptusholz verbaut, das nicht so schnell brennt wie das ursprünglich verwendete Ginko-Holz. Zudem gibt es nun zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen im Park, um eine neuerliche Brandstiftung zu verhindern. Der Wiederaufbau kostete nach Angaben der Stadt rund 1,3 Millionen Euro, die eine Versicherung übernimmt.

Brandstifter hatten den Pavillon im Juni 2017 angezündet. Von dem oder den Tätern fehlt laut Polizei noch immer jede Spur. Der Pavillon war einer von mehreren Frankfurter Wahrzeichen, die vor zwei Jahren einer Serie von Brandstiftungen zum Opfer fielen. Neben dem Chinesischen Pavillon fielen dabei auch der Koreanische Pavillon sowie der Goetheturm den Feuer-Vandalen zum Opfer.

Wiederaufbau des Goetheturms stockt

Während der Chinesische Pavillon nun schneller fertig wurde als geplant, verzögert sich der Wiederaufbau des Goetheturms.

Eigentlich sollte der Turm im Frühjahr 2020 wieder im neuen Glanz, aber fast ursprünglicher Optik erstrahlen. Doch der für Herbst anvisierte Baubeginn geriet ins Stocken: Wie das Baudezernat dem hr vor zwei Wochen mitteilte, gebe es noch Probleme mit dem Baumaterial: "Für das vorgesehene Baumaterial, Brettschichtholz aus Edelkastanie, ist eine Einzelfallzulassung durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung erforderlich. Das dafür nötige Gutachten einer Materialprüfungsanstalt steht noch aus."

Auch der Koreanischen Pavillon im Grüneburgpark soll wiederaufgebaut werden. Hierfür soll eine koreanische Firma beauftragt werden.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 25.10.2019, 16.45 Uhr