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Audioseite Polizei schnappt zweiten Psychiatrie-Ausbrecher

Mehrere SEK-Einsatzkräfte in einer Gruppe von hinten fotografiert. Auch ihren Rücken steht "POLIZEI".

Gut zwei Wochen nach dem Ausbruch aus einer nordhessischen Psychiatrie ist auch der zweite flüchtige Straftäter gefasst worden. Laut Polizei hatte er sich bei Freunden versteckt.

Nachdem Ende April zwei suchtkranke Straftäter aus der forensischen Psychiatrie in Bad Emstal-Merxhausen (Kassel) ausgebrochen waren, hat die Polizei nun auch den zweiten Flüchtigen gefasst. Wie die Staatsanwaltschaft Hanau dem hr am Mittwoch bestätigte, wurde der 27-Jährige am Dienstagabend in Friedberg (Wetterau) von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.

Nach Polizeiangaben hatte sich der Mann bei Freunden versteckt. Mittlerweile ist er zurück in der psychiatrischen Klinik in Bad Emstal. Er war wegen Drogenhandels und verbotenen Waffenbesitzes zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Komplize mit Auto auf Polizisten zugerast

Am vergangenen Freitag hatte die Polizei bereits den anderen Ausbrecher in Maintal (Main-Kinzig) festgenommen. Seine Festnahme war einige Tage vorher zunächst gescheitert: Der 24-Jährige war mit seinem Auto auf zwei Zivilfahnder zugerast und geflohen.

Gegen ihn wurde laut Staatsanwaltschaft Hanau Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen erlassen. Der Mann war wegen Drogenhandels sowie wegen Körperverletzung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Polizei suchte mit Hubschrauber

Beide Männer waren Anfang dieses Jahres in der Entzugsanstalt untergebracht worden. Die Polizei suchte direkt nach dem Ausbruch Ende April mit einem Großaufgebot nach den beiden Straftätern und setzte dabei auch einen Hubschrauber ein.

Wie die beiden Männer entkamen, ist noch unklar. Die Beamten hatten direkt nach der Flucht noch davon gesprochen, dass von den beiden "keine akute Gefahr für andere" ausgehe.

Sendung: hr-iNFO, 12.05.2021, 11 Uhr