Die Stadt Frankfurt will den Bau des geplanten umstrittenen Stadtteils auf beiden Seiten der Autobahn 5 vorantreiben.

Mitte Juni finden Gespräche der Stadt über das Großprojekt mit dem südhessischen Regierungspräsidium in Darmstadt und dem Regionalverband Rhein-Main statt. Dies bestätigten das Regierungspräsidium und Frankfurter Planungsdezernat.

Trotz Kritik angrenzender Umland-Gemeinden hält Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) an dem für rund 30.000 Menschen geplanten Stadtteil im Nordwesten der Stadt fest. Das Projekt ist in der aktuellen Regionalplanung nicht vorgesehen. Daher will Frankfurt in der zuständigen Regionalversammlung Südhessen eine sogenannte Zielabweichung beantragen. "Wir müssen uns Mehrheiten besorgen", sagt Josefs Sprecher Mark Gellert. Die Stadt Steinbach könne das Projekt aber nicht mit einem Veto blockieren.

Das boomende Frankfurt platzt aus allen Nähten und sucht deshalb nach neuem Bauland. Auf beiden Seiten der A5 sollen auf Frankfurter Gemarkung bis zu 12.000 Wohnungen entstehen. Vor allem die angrenzende Taunus-Kommune Steinbach befürchtet eine neue Trabantensiedlung mit sozialen Problemen.